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Borna Ein Leben für die Böhlener Jahnbaude
Region Borna Ein Leben für die Böhlener Jahnbaude
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18:53 12.02.2012
Dieter Schaupke wäscht selbst die Trikos bei Chemie Böhlen. Quelle: Peter Krischunas
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Böhlen

Bei jedem Training, Spiel oder Mannschaftsberatungen ist der Böhlener der Erste, der das Licht anmacht und der Letzte, der es ausknipst. Von der Stadt wurde Schaupke jetzt mit dem Ehrenamtszertifikat ausgezeichnet, kein Wunder, macht der Fußballbegeisterte alles unentgeltlich. Das jüngste Trainingslager in Naumburg hatte er komplett von der Buchung des Busses, der Unterbringung der 20 Spieler in einer Pension bis hin zur Trainingshalle und Bowlingabend organisiert. Da steckt jede Menge Arbeit für den Gebäudereiniger drin. Ohne Jahnbaude könnte sich der Mannschaftsleiter aber sein Leben nicht mehr vorstellen. 1963 ist er sogar in unmittelbarer Nähe in der Jahnstraße in der damaligen Poliklinik geboren. „Soll das wirklich nur Zufall sein?", fragt Schaupke laut. Geht es nach Tom Krauspe, dann wohl kaum. Krauspe war in den letzten vier Jahren als Trainer der ersten Herrenmannschaft, kürzlich zurückgetreten, somit auf „Dieters" Dienste angewiesen und konnte sich in jeder Hinsicht auf ihn verlassen. „Er ist ein Urgestein", so Krauspe.Bis zum heutigen Tag hat der Mannschaftsleiter sieben Trainer kommen und gehen sehen. Dazu gehörten Tino Seidel, Dieter Fischer, Mario Sura, Michael Trebs, Jörg Engelmann, Rolf Tröger und zuletzt leider auch Tom Krauspe, wie Schaupke selber meint.Dabei fing Schaupke mit dem Fußballspielen erst im Alter von 20 Jahren an. Seine ersten Schritte machte er mit dem Radball (nur ein paar Wochen) und danach mit Handball für zwei, drei Jahre. Doch sei alles nichts gewesen, meint er. 1978 wurde er Mitglied bei der damaligen BSG Chemie Böhlen (heute Chemie Böhlen).Im Frühjahr 1987 zählte Dieter Schaupke zu den Gründern der Freizeitmannschaft „Blaue Wolke" im Jugendklub Böhlen. Bereits dort war er aktiv bei der Organisation von Spielen und Veranstaltungen. Nach dem Aufstieg der ersten Männermannschaft 1994 in die Sachsenliga (unter Trainer Helmut Friedel) war Schaupke an der erforderlichen Gründung und Zusammenstellung eines zweiten Männerteams beteiligt. Damit begann seine Tätigkeit als Mannschaftsleiter. Auch beim Neubeginn 1997, nach der Auflösung der 1. Mannschaft und Neuanfang in der niedrigsten Spielklasse des Kreises, blieb der Mannschaftsleiter dem Verein treu. Danach feierte er einige Aufstiege seiner Mannschaft mit.

Bis heute zieht er seine Sache durch. Zwei, drei Stunden vor Spielbeginn kocht er Tee und Kaffee für „seine Jungs" und das Schiedsrichterteam, bringt die Tornetze an und nach dem Spiel putzt er die Kabinen und wäscht die Trikots.Böse Zungen behaupten, auf Wunsch würde der selbstlose Mannschaftsleiter den Kickern auch noch die Schuhe putzen. „Doch so weit reicht die Liebe dann auch wieder nicht", meint Dieter Schaupke, muss aber bei dem Gedanken schmunzeln.

Peter Krischunas

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