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Borna Ein Paradies für Bücherwürmer
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21:58 12.11.2012
Bibliothekarin Uta-Werena Riedl gibt den Weg frei zur neuen Stadtbücherei. Quelle: Hartmut Karich
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Pegau

Und weil im Rathaus beschlossen worden war, in das historische Kleinod die Stadtbibliothek einziehen zu lassen, jubeln die Bücherwürmer nun über ein Traum-Domizil, in dem sie seit Dienstag nach Herzenslust stöbern können. 

Am Montag war in dem 1744 auf den Grundmauern des alten Rathauses errichteten Gebäude am Kirchplatz großer Bahnhof angesagt. Das Pegauer Architekturbüro Albus hatte die Sanierung von den ersten Bauuntersuchungen und Projektierungen an geleitet. Nun erschien Joachim Albus mit einem gewaltigen Schlüssel aus Buchenholz und übergab ihn im strahlend im hellen Eingangsbereich dem Hausherren, Bürgermeister Peter Bringer (parteilos).

Das Stadtoberhaupt hatte am Sonntag den Riesen-Schlüssel des Rathauses an die Karnevalisten abgeben müssen (die LVZ berichtete). „Nun habe ich wieder einen", meinte er schmunzelnd. „Wir haben uns lange darauf gefreut, dass dieses ehrwürdige Gebäude wieder mit neuem Leben erfüllt wird."

2005 hatte die Stadt die verschlissene Immobilie für 8000 Euro ersteigert, 2007 die Sanierung beschlossen. „Schon damals sprach sich in einer Befragung die Mehrheit der Pegauer für eine öffentliche Nutzung aus. Es wurde gesagt, hier soll die Bibliothek einziehen", freute sich der Bürgermeister.

Rund 1,4 Millionen Euro kosteten bisher die umfangreichen Arbeiten. „Wir haben das Glück, dass die Baumaßnahme in das Programm Städtebaulicher Denkmalschutz aufgenommen wurde und wir auf diese Weise 80 Prozent der Gesamtsumme aus Fördermitteln erhalten", so Bringer. Ganz fertig ist das Schmuckstück noch nicht. „Das Erdgeschoss wird in den kommenden zwei Jahren weiter ausgebaut", blickte Joachim Albus voraus. 

Am Montag aber stand der erste Stock im Mittelpunkt. Bibliothekarin Uta-Werena Riedl dankte allen, die diesen Tag ermöglicht hatten, und konnte dann endlich das symbolische Band zerschneiden, das die Ehrengäste von fast 300 Quadratmetern Lesetraumland trennte.

In hellen, lichtdurchfluteten Räumen mit City-Panoramablick warten nun wieder rund 16 000 Bücher, Zeitungen, Zeitschriften, CDs, DVDs und andere Medien auf die über 500 Leser vom Kind bis zum Senior. Die sehnen den Dienstag herbei, denn das alte Domizil in der Helbigstraße war wegen des Umzugs seit Mitte September geschlossen.

Bis zur letzten Minute hatten Riedl und ihre Mitarbeiterin Nicole Röthel vor der Eröffnung gewirbelt. Die junge Pegauerin, die bis August 2013 über den Bundesfreiwilligendienst in der Bibliothek mitwirkt, ist von den Bedingungen ebenso begeistert wie ihre Chefin. Altersgerecht eingerichtete Räume, ein Zimmer für Veranstaltungen, vier Computerarbeitsplätze, ein modernes Suchsystem für den Bücherei-Bestand – seit Dienstag, 9 Uhr, stehen die Türen offen.

Hartmut Karich

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