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Borna Ein Pionier am Hainer See
Region Borna Ein Pionier am Hainer See
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20:42 29.12.2011
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Und den hat der Segelbegeisterte. Über den Winter will er nahe der Ferienwohnungen einen Bootssteg bauen. Zudem will er das Tenderboot der MS Deutschland, das vor wenigen Tagen am Hainer See eintraf, zu einem Segelboot umbauen. „Dass ich im ersten Jahr keinen Gewinn machen werde, war mir von vorn herein klar", verrät der studierte Karosseriebauer.

Im letzten Jahr wurde Jens Hank arbeitslos. „Was machen?" Die Frage stand im Raum. Er entschied sich spontan für die Eröffnung einer eigenen Sportbootschule. „Das ist besser, als zu Hause zu sitzen und abzuwarten." Mit 14 Booten verschiedener Typen legte er los. Dazu gehören der Optimist für Kinder, die Jolle für Erwachsene, aber auch Katamaran, Trimaran, Plattbodenschiff, Kimkieler und Plattbodenschiff.

„Das Segeln ist gerade für Kinder ein tolles Abenteuer", meint Hank, der Mitglied im Verband Deutscher Sportbootschulen ist. Autofahren dürfe man erst ab 18, doch segeln bereits ab der ersten Klasse, „ohne dass Papa dabei ist", so Hank.

Zu schaffen machten ihm in der ersten Saison die Lagunenstraße, die erst im September fertiggestellt wurde, und der oft fehlende Wind. Seine zehn Kunden stammen aus Zwickau, Chemnitz und ein Teil auch aus den Städten und Gemeinden des Umlandes. „Die Leute aus der Gegend hier schauten aber nur aus Neugierde vorbei", erzählt Hank weiter. Einige von ihnen hätten versprochen, im nächsten Jahr wiederzukommen, dann aber mit festen Absichten, einen der Ausbildungskurse zu belegen.

Positive Erkenntnisse konnte Hank bei den Kindergeburtstagsfeiern mitnehmen. Dieses Angebot sei sehr gut angenommen worden. Dabei würden die Steppkes unter anderem mit dem Katamaran oder Trimaran über den See geschippert, was einen Heidenspaß bringe.

Hank hat das Segeln in seiner Kindheit auf dem ehemaligen Elsterstausee in Knauthain gelernt. Jetzt will er dem Nachwuchs Wind in die Segel geben. Seit einem Jahr betreibt er ehrenamtlich das Kindersegeln für den Yachtclub Zwenkau, in dem er ebenfalls Mitglied ist.

Viele Jahre segelte Hank auf verschiedenen Seen, auch auf dem Cospudener. Die Befahrbarkeit der engen Hafenanlage dort findet er allerdings schwierig, gerade für Anfänger. „Da habe ich hier am Kahnsdorfer Ufer weitaus weniger Probleme", so Hank.

Immer eine steile Brise wünscht ihm Angelika Mühling. Die Leipzigerin kaufte vor fünf Jahren ein Haus neben dem Schillerhaus in Kahnsdorf, in dem sie jetzt auch lebt. Mit Hank und seiner Ehefrau Sigrid Breitendorf hat sie mittlerweile ein gutes Verhältnis aufgebaut. Dabei lobt sie Hanks Mut zum schnellen Handeln. Es mache auch keinen Sinn, wenn er noch fünf Jahre gewartet hätte. „Dann kämen ihm andere zuvor", glaubt Mühling.

Bislang gibt es nur vier Unternehmer am Hainer See, in der Lagune Kahnsdorf sind das Fritz Kayser Mosebach mit seinem Bootsverleih, die Segelschule von Hank und der Quadverleih im Ort. Lars Kapitza betreibt eine Wasserskischule am Nordufer.

Peter Krischunas

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