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Borna Ein Prosit: Groitzscher Altenpflegeheim „Katharina von Bora“ feiert 20. Geburtstag
Region Borna Ein Prosit: Groitzscher Altenpflegeheim „Katharina von Bora“ feiert 20. Geburtstag
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00:18 03.12.2016
Sie freuen sich auf die Festlichkeiten zum 20. Jubiläum des Altenpflegeheimes „Katharina von Bora“ in Groitzsch: Heimleiterin Dorothea Poppke (li.), Käthe Walther, Inge Illing und Heinz Scheibner. Quelle: Kathrin Haase
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Groitzsch

Im Altenpflegeheim „Katharina von Bora“ in Groitzsch herrscht zurzeit große Aufregung – und die hat nichts mit „So viel Heimlichkeit in der Weihnachtszeit“ zu tun: Die Einrichtung der Diakonie Leipziger Land feiert ihren 20. Geburtstag und hat sich für alle Bewohner und Angehörigen, Mitarbeiter und Wegbegleiter einiges einfallen lassen. Am Mittwoch gibt es vormittags ein musikalisches Programm mit Anne Ferl, dann wird zum Wunschmittagessen mit einem Glas Sekt angestoßen – und nachmittags geht es mit Überraschungen und einer musikalischen Andacht mit dem Posaunenchor weiter. Am Donnerstag feiern die Mitarbeiter in der Frauenkirche ab 17 Uhr einen Gottesdienst.

Dorothea Poppke leitet das Altenpflegeheim seit 2010. „Wir freuen uns über die sehr guten Kontakte zu den Kirchgemeinden. Unser Haus ist auch das einzige in der näheren Umgebung, in dem regelmäßig sonntags ein Gottesdienst gefeiert wird.“ Erntedank- und Martinsfeste waren schon immer feste Bestandteile im Veranstaltungskalender.

Darüber hinaus hat sich das Altenpflegeheim ein Netzwerk an Partnern geschaffen. So besucht der Tiertherapeut Günter Bollbuck aus Altengroitzsch regelmäßig mit seinen Alpakas und einem Hund die Bewohner, Kantor Dirk Zimmermann lädt zum Singen und Musizieren ein, die Kinder des Kindergartens „Schilfkörbchen“ sind ebenfalls gern gesehene Gäste und die Schüler des Wiprechtgymnasiums schauen auch jede Woche vorbei und unternehmen mit den älteren Menschen kleine Ausflüge in die Stadt. „Bei uns ist immer was los“, freut sich Dorothea Poppke über die vielfältigen Angebote. Von Besuchen des Weihnachtsmarktes in Groitzsch und der Faschingsveranstaltung für Senioren in Großpriesligk ganz zu schweigen.

Inge Illing weiß die Angebote zu schätzen, vor allem liebt die 89-Jährige die gemütlichen Spielenachmittage mit Rommé, Mensch ärgere dich nicht, Kegeln und Bingo. Die Kitzscheranerin lebt seit acht Jahren in Groitzsch, anfangs noch mit ihrem Mann zusammen, der aber zwischenzeitlich verstorben ist. Ihre Kinder und Enkel kommen abwechselnd zu Besuch. „Ich bin mit allem sehr zufrieden“, sagt sie dankbar und genießt das Umsorgtwerden.

Als eine Art Inventar im Altenpflegeheim „Katharina von Bora“ bezeichnet sich selbst Käthe Walther. Seit 2003 lebt die Großdalzigerin hier und nutzt die Angebote an Unterhaltung und Geselligkeit. Wenn ihr etwas nicht gefällt, dann spricht die 90-Jährige das im Heimbeirat an, dem sie mit vier weiteren Bewohnern angehört. „Aber hier ist es sehr schön, ich kann nicht klagen“, meint sie zufrieden. Heinz Scheibner ist auch Mitglied im Heimbeirat. „Ich mache alles mit, von Mensch ärgere dich nicht, Bingo bis Halma und Skatspielen“, lacht der einstige Dachdecker aus Kohren-Sahlis, der zuletzt bei seiner Tochter in Tautenhain wohnte. Das Groitzscher Heim kennt der 91-Jährige aber nicht nur als Bewohner, sondern schon als Gast. Viele Jahre hatte er für eine Frau aus Gatzen Obst und Gemüse eingekauft und hier abgeliefert, und seine Lebensgefährtin lebte selbst von 2004 bis 2013 in dieser Einrichtung. „Ich habe immer gesagt, wenn ich einmal in ein Heim muss, dann hierhin.“

Gegenwärtig sind 74 der insgesamt 75 Betten auf den zwei Wohnetagen belegt. Der Altersdurschnitt liegt bei 84,5 Jahren und sei auch deshalb so hoch, so Dorothea Poppke, „weil wir zwei über Hundertjährige haben“. 59 Mitarbeiter in Pflege und Betreuung sowie 13 Angestellte in der Wäscherei, Küche und im Hausmeisterdienst kümmern sich um das Wohl der älteren Menschen und um einen reibungslosen Tagesablauf. „Wir bilden auch Pflegekräfte aus, haben freie Azubi-Stellen, aber die Nachfrage ist leider sehr gering“, meint die Leiterin bekümmert. Außerdem bietet das Haus Freiwillige Soziale Jahre und Praktika für junge Leute an. „Aber leider hatten wir dafür eine sehr überschaubare Anzahl an Bewerbungen.“

Von Kathrin Haase

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