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Borna Ein Stück Taborkirche zur Erinnerung
Region Borna Ein Stück Taborkirche zur Erinnerung
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15:10 19.05.2015
Mitarbeiter der Firma Gala Mibrag pflastern das Außengelände rund um die Erinnerungsstätte mit dem Dachreiter der Taborkirche in Regis-Breitingen. Quelle: Jens Paul Taubert

Als klar war, dass Heuersdorf der Braunkohle weichen muss, wurde nur die Emmauskirche erhalten und nach Borna gebracht. Die Taborkirche erlitt das Schicksal aller anderen Gebäude des Ortes. Als bauhistorische Untersuchungen zeigten, dass die Taborkirche mindestens eine ebenso lange Geschichte wie die Schwesterkirche hatte, gelang es, den Dachreiter zu retten. Er wurde eingelagert und aufgearbeitet und fand nun seinen neuen Platz in jenem Wohngebiet Am Wäldchen in Regis-Breitingen, in dem ehemalige Heuersdorfer wohnen. Vor der Einweihung der Erinnerungsstätte am kommenden Sonnabend, 14 Uhr, laden der Heimatverein Bornaer Land und der Heimatverein Regis-Breitingen und Umgebung zu einer Informationsveranstaltung über die Taborkirche und ihre historische Bedeutung ein.

Die Veranstalter präsentieren drei namhafte Experten der Archäologie und Denkmalpflege und versprechen überraschende und neue Erkenntnisse. Lutz Scherf ist staatlich geprüfter Ingenieur für Denkmalpflege und Techniker für Altbauerhaltung. In seinem Ingenieurbüro in Silbitz bei Bad Köstritz hatte er den Dachreiter aufbewahrt, restauriert und die Balken dendrochronologisch untersucht. Sie sollen schon 500 Jahre alt sein. Dirk Scheidemantel ist Mitarbeiter des sächsischen Landesamtes für Archäologie. Er leitete im Zusammenhang mit der Devastierung die archäologischen Untersuchungen in Heuersdorf. Er spricht über die Grabungsfunde, unter denen auch Gold war und wird den Zuhörern unter anderem erklären, warum nicht nur auf dem Friedhof an der Taborkirche Verstorbene bestattet worden waren, sondern warum Gräber auch unter dem Kirchenboden und sogar unter den Außenmauern des Gotteshauses gefunden wurden.

Dritter prominenter Redner ist Thomas Brockow vom Landesamt für Denkmalpflege. Im Fokus seiner Ausführungen steht die Umgestaltung der Taborkirche um das Jahr 1866, als die Kirche ein völlig neues Gesicht erhielt. Was dazu führte, dass man die Kirche für jünger hielt, als sie tatsächlich war.

In Regis-Breitingen sind die Arbeiten an der Begegnungsstätte fast abgeschlossen. Am Freitag wurden Außenanlagen gestaltet. Für die evangelische Kirche hat die Begegnungsstätte mit dem Dachreiter keinerlei sakrale Bedeutung mehr, höchstens noch eine "erinnernde", sagt Pfarrer Thomas Krieger, zu dessen Gemeinde auch Heuersdorf gehörte. "Wir haben keine Beziehung mehr dazu", ergänzt der Pfarrer. Er und auch Superintendent Matthias Weismann seien angefragt worden wegen einiger Segensworte zur Einweihung. Beide hätten zum Termin am kommenden Sonnabend aber keine Zeit.

Informationsveranstaltung: Mittwoch, 27. 11., 15 Uhr, Sporthalle am Stadion; Einweihung: Sonnabend, 30. 11., 14 Uhr

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 23.11.2013
Neumann, André

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