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Borna Ein Wolf in der Region Groitzsch/Pegau? – Wolfshündin sorgt für Wirbel
Region Borna Ein Wolf in der Region Groitzsch/Pegau? – Wolfshündin sorgt für Wirbel
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07:00 01.04.2016
Die Wolfshündin auf der Landstraße zwischen Pautzsch in Richtung Langendorf. Sie sorgt für Wirbel, viele halten sie für einen Wolf. Quelle: privat
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Groitzsch/Pegau

Ein streunendes, wolfsähnliches Tier sorgt seit annähernd zwei Wochen in der Elsterregion für große Unruhe. Gesehen wurde es zuletzt am Mittwochmorgen auf der Landstraße zwischen den Groitzscher Ortsteilen Pautzsch und Langenhain, die Tage davor auf einem Feld zwischen Wiederau und Rüssen, aber auch schon in Audigast, Zwenkau und Pegau. Ganz aktuell sorgt das Tier auch in der Altenburger Region für Aufregung. Bei dem Vierbeiner handelt es sich jedoch nicht, wie anfangs vermutet, um einen Wolf, sondern um einen tschechischen Wolfshund, genauer gesagt eine Hündin, berichtet Michaela Angermann vom Bornaer Tierschutzverein. Woher diese stammt und wie sie in unsere Region kam, ist bisher nicht bekannt.

Polizei, Tierschützer und Vertreter des Landratsamtes hatten über die Osterfei-ertage versucht, das herrenlose Tier einzufangen, was ihnen aber trotz großer Bemühungen nicht gelang. „Zu viele Menschen und zu viel Trubel ringsherum haben sie verscheucht“, sagt Hans-Jörg Hellriegel, Mitarbeiter des Tierheimes in Oellschütz. „Wir müssen dafür einen ruhigen Moment abwarten.“ Die Hündin sei außerordentlich scheu, sehr schnell und daher sei es schwierig, sie einzufangen. „Null Chance“, meint Hellriegel, „man braucht ihr gar nicht hinterher zu rennen, das ist aussichtslos. Dafür ist die Fläche, auf der sie unterwegs ist, viel zu groß. Bestimmt mehrere Hektar.“

Unterdessen tauschen sich die Menschen in der Elsterregion lebhaft in sozialen Netzwerken über das fremde Tier aus, posten Fotos und nehmen Anteil an seinem Schicksal. Sogar von einer „Sensation“ ist die Rede. Wer hat es wann und wo zuletzt gesehen? Welche Spuren hinterlässt es? Wie kommt ein tschechischer Wolfshund überhaupt nach Sachsen? Welches Schicksal hat er zu erwarten?

Nach Auskünften von Brigitte Laux, Sprecherin beim Landratsamt in Borna seien freilaufende Hunde Angelegenheit der Ordnungsämter in den Kommunen. In Groitzsch und Pegau haben tatsächlich in den vergangenen Tage die Telefone heiß geklingelt, besorgte Bürger meldeten ihre Beobachtungen vom herrenlosen Wolfshund. Doreen Böhlitz vom Ordnungsamt vertraut hier auf die Hilfe des Tierschutzvereins, der „alles versucht hat, die Hündin einzufangen. Leider ist das bisher noch nicht gelungen.“

Eine Möglichkeit, die zahme Wolfshündin einzufangen und anschließend ins Tierheim zu bringen, sieht Hans-Jörg Hellriegel darin, sie zu betäuben oder „jemand füttert sie auf seinem Hof an, zu dem sie Vertrauen hat.“ Er betont weiter, dass sie nicht gefährlich sei und dass es ihr den Bildern zufolge recht gut gehe. „Sie findet hier immer was zu fressen.“

Von Kathrin Haase

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