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Borna Ein dreifaches „Wiprecht Hellau“: Groitzscher Burgnarren vor ihrer 19. Saison
Region Borna Ein dreifaches „Wiprecht Hellau“: Groitzscher Burgnarren vor ihrer 19. Saison
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00:18 30.10.2016
Auf diesem gewaltigen Stuhl wird bald der neue Groitzscher Burggraf Platz nehmen: Anke Neumann (li.) und Eileen Gomille tragen das Requisit während der Probe im Vereinshaus Gatzen an die richtige Stelle. Quelle: Kathrin Haase
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Groitzsch/Gatzen/Michelwitz

Karnevalprobe im Vereinshaus Gatzen: Ein Ameisenhaufen ist nichts gegen die Geschäftigkeit der Schnaudertaler Burgnarren – Tänzer, Kabarettisten, Sänger, Trainer und Techniker wuseln aufgeregt über das Parkett. Während der Präsident und Moderator Frank „Neumi“ Neumann am Mikrofon den Überblick behält, tragen Anke Neumann und Eileen Gomille den riesigen Burggrafenstuhl durch den Saal, die „Red Diamonds“ schlüpfen lachend in ihre heißen Höschen, eine Schar „Flitzpiepen“ geht den Tanz nochmal durch und ein Pizzamann bringt das bestellte Abendessen vorbei. Heute üben die Groitzscher ihr Programm für die 19. Saison zum ersten Mal in einem Stück ein.

29 Punkte sind es von der ersten Ansage bis zum finalen Titel von Roland Kaiser und Maite Kelly. Wie bei einem Mosaik legt jede Gruppe ihr eigenes kleines Steinchen dazu. „Am Anfang holpert es ein bisschen, aber das ist normal“, sagt Alexandra Troschke, die Sprecherin des Karnevalvereins. „Von Probe zu Probe wird das Zusammenspiel besser, werden die Übergänge fließender.“ Auf ein Motto verzichten die Burgnarren dabei ganz bewusst, damit seien sie freier in der Programmgestaltung.

Die Stunde der Wahrheit schlägt am 11. November zur Saisoneröffnung auf dem Groitzscher Marktplatz. Wie jedes Jahr machen die Burgnarren zusammen mit dem Groitzscher Carnevalclub GCC gemeinsame Sache und läuten mit einem dreifachen „Wiprecht Hellau“ (nur richtig mit dem doppelten „L“), mit Gardetänzen und Überraschungen die fünfte Jahreszeit ein. Damit endet zugleich die Amtszeit des Burggrafen Pierre, der Phänomenale. Er wird die Regierungsgeschäfte an seine Nachfolger übergeben, deren Namen bis dahin ein Staatsgeheimnis bleiben.

Feucht-fröhlich geht der 11.11. weiter – mit der Abendveranstaltung im Gasthof Michelwitz. „Die schon seit Anfang Oktober ausverkauft ist“, freut sich Ober-Burgnarr Frank Neumann über den großen Zuspruch. Dafür läuft bereits der Kartenvorverkauf für die Sause am 3. Februar, ebenfalls an neuer Wirkungsstätte. Nach vielen Jahren verlassen die Groitzscher ihr Stammhaus, das Sportlerheim in der Schletterstraße, und ziehen mit Sack und Pack aufs Land. „Vor nicht allzu langer Zeit ereilte uns die überraschende Nachricht, dass das Sportlerheim wegen Umbauarbeiten vorerst geschlossen bleibt“, erklärt Alexandra Troschke. „Das stellte uns vor eine große Herausforderung. Wo sollten wir kurzfristig einen Saal mit passender Größe, in der näheren Umgebung und mit guten Rahmenbedingungen finden?“

Doch die Groitzscher steckten den Kopf nicht in den Sand – und wurden schließlich in Michelwitz fündig. „Wir sind schon wahnsinnig gespannt darauf und freuen uns auf die neue Lokalität“, so die Vereinssprecherin.

Von Kathrin Haase

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