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Borna Einbruch in Witznitz trifft vor allem den Fußball-Nachwuchs
Region Borna Einbruch in Witznitz trifft vor allem den Fußball-Nachwuchs
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12:26 20.09.2016
Im Witznitzer Sportobjekt des Borna SV 91 ist in der Nacht zum Mittwoch eingebrochen worden. Quelle: LVZ
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Borna

Einen Schaden von rund 20 000 Euro haben unbekannte Einbrecher in der Nacht zum Mittwoch auf dem Witznitzer Sportobjekt des Borna SV 91 in der Witznitzer Straße angerichtet. Betroffen ist hauptsächlich der Nachwuchs des Vereins. Aus einer Garage wurden ein erst vier Jahre alter Aufsitzrasenmäher und der für das Spielfeld wichtige Spindelrasenmäher gestohlen. Letzterer wird ausschließlich für das Spielfeld verwendet, begründet Vereinsvorsitzender Ingo Dießner, warum dieser Verlust besonders ärgerlich ist. Ein neues Gerät würde deutlich mehr als 10.000 Euro kosten.

Weiterhin verschwanden aus der Garage zwei Freischneider und ein Anhänger für den Aufsitzmäher. Die Einbrecher ließen noch mehrere kleinere Werkzeuge mitgehen, zwei Leitern und Tornetze, die der SV erst kürzlich von der Stadt bekommen hatte, nachdem im Rudolf-Harbig-Stadion neue Netze eingehangen worden waren.

Entdeckt hatte den Einbruch am Morgen gegen sieben Uhr Holm Haase, der das Sportobjekt für den Verein betreut. Als Vereinschef Dießner eine Stunde später vor Ort eintraf, war sein erster Gedanke: „Die Arbeit von vier Jahren ist zunichte gemacht worden.“ 2012 hatte der SV das Gelände von der Stadt gepachtet. Seitdem wurde es schrittweise in Ordnung gebracht und als Trainings- und Spielstätte für den Nachwuchs entwickelt. 13 Kinder- und Jugendmannschaften trainieren hier, der Platz ist täglich belegt, an Wochenenden finden Punktspiele statt. An diesem Sonntag ist ein Bambini-Spiel angesetzt.

Vor allem der Diebstahl des Spindelrasenmähers könnte den Trainings- und Spielbetrieb in Gefahr bringen. Wenn es nicht so anhaltend trocken ist, wie zurzeit, muss das Spielfeld dreimal in der Woche gemäht werden. Vor dem Spiel am Sonntag ist wenigstens noch eine Mahd fällig. Der Verein werde die Stadt um Unterstützung bitten und sich eventuell den Spindelmäher aus dem Stadion leihen, sagt Dießner, und fügt hinzu: „Die Stadt wird uns sicherlich helfen. Das ist aber keine Dauerlösung.“

Bornas Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke) sicherte am Mittwoch noch Hilfe zu: „Wir unterstützen jeden Verein, wenn Not am Mann ist“. Im konkreten Fall würden mit dem Platzwart des Stadions direkt die erforderlichen Absprachen getroffen.

Die Polizei war am Morgen vor Ort und hat versucht, Spuren zu sichern. Vereinschef Dießner geht davon aus, dass der Diebstahl höchst professionell durchgeführt wurde. Das Eisentor zur Sportanlage war aufgetrennt worden. „Die müssen die Sachen mit einem Lkw abgeholt haben“, vermutet er.

Besonders schlimm für den Verein ist, dass er gegen Einbruchdiebstahl nicht versichert ist. Darüber hatte man in der schweren Zeit der Neugründung vor vier Jahren nicht ausreichend gedacht, sagt der Vereinsvorsitzende. Auch in dieser Hinsicht, deutete die Oberbürgermeisterin an, müsse der Verein nicht auf sich gestellt bleiben. In solchen Ausnahmesituation sei auch finanzielle Hilfe möglich.

Von André Neumann

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