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Eine Chipkarte für alles: Elektronisches Schülerticket im öffentlichen Nahverkehr

Erfolgreiche Probephase Eine Chipkarte für alles: Elektronisches Schülerticket im öffentlichen Nahverkehr

Die Verkehrsbetriebe im Kreis haben erfolgreich ein elektronisches Schülerticket getestet. Das wurde am Dienstag in der Oberschule Böhlen (Stadt Grimma) vorgestellt, deren Mädchen und Jungen wie die der Oberschule Frohburg den Probelauf durchführten. Die generelle Umstellung soll schon fürs neue Schuljahr erfolgen.

Der Mitteleutsche Verkehrsverbund (MDV) testet die neue UmweltCard Junior an zwei regionalen Schulen. Bei einem Mediengespräch am Dienstag informierten Martina Stenker (Landratsamt), Andreas Kultscher (Regionalbus Leipzig) Michael Röhricht und Martin Hübscher (beide Thüsac) sowie Juliane Vettermann (MDV) über das Projekt und bedankten sich bei den Pilotprojekt-Teilnehmern der 9. Klasse der Oberschule Böhlen (Grimma). Ebenfalls beteiligt ist die Oberschule Frohburg.

Quelle: Christian Modla

Grimma/Böhlen. Großer Trubel mit ungewohntem Besuch herrschte am Dienstagvormittag auf dem Schulhof der Oberschule Böhlen (Stadt Grimma). Die Mädchen und Jungen der Klasse 9b durften sich stellvertretend für 555 Mitschüler über den erfolgreichen Ausgang eines Pilotprojektes von Mitteldeutschem Verkehrsverbund (MDV), Regionalbus Leipzig GmbH und der Thüringisch-Sächsischen Personennahverkehrsgesellschaft (Thüsac) freuen.

Seit April hatten die Verkehrsbetriebe mit Schülern aus Böhlen und Frohburg das neue E-Ticketing-System der ÖPNV-Anbieter getestet. Und das mit vollem Erfolg. „Wir haben durchweg positive Rückmeldungen erhalten“, berichtete Regionalbus-Geschäftsführer Andreas Kultscher. Statt des alten Tickets können die Schüler nun auf topmoderne Chipkarten (UmweltCard Junior) zurückgreifen.

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Die Verkehrsbetriebe im Kreis haben erfolgreich ein elektronisches Schülerticket getestet. Das wurde am Dienstag in der Oberschule Böhlen (Stadt Grimma) vorgestellt, deren Mädchen und Jungen wie die der Oberschule Frohburg den Probelauf durchführten. Die generelle Umstellung soll schon fürs neue Schuljahr erfolgen.

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Auf dem Trägermedium sind neben der Fahrberechtigung und der Zonengültigkeit das Geburtsdatum des Inhabers sowie – in codierter Form – dessen Name gespeichert. „Zudem können mehrere Produkte aufgespielt werden, neben dem Schülerticket etwa auch unsere Schüler-Regio-Flat – das Mitführen von mehreren Tickets entfällt“, erläuterte Sandra Jost, Prokuristin bei Regionalbus Leipzig.

Finanziert wurde das Projekt im Verbund von den beteiligten Verkehrsbetrieben und den Freistaaten Sachsen und Thüringen. Der Aufwand, um das neue System in Betrieb zu nehmen, hielt sich dabei in Grenzen, sagte Kultscher. „Im Rahmen der Umstellung unserer Bustechnik auf ein rechnergestütztes Betriebssystem konnten wir die entsprechenden Elemente gleich mit einfügen.“ Statt des langwierigen Prüfvorgangs durch den Fahrer können die Schüler nun ihre Fahrtberechtigung in Sekundenschnelle mit dem kurzen Auflegen der Karte auf dem Prüfgerät nachweisen. Das entlaste neben den Kunden auch die Fahrer: „Schon nach zwei Tagen wurden uns von den Mitarbeitern kaum noch Probleme gemeldet“, freute sich Kultscher.

Auch bei den Schülern kommt das Konzept an. „Es war zwar eine kleine Umstellung, mittlerweile komme ich aber gut damit klar“, berichtete die 15-jährige Linda aus Nerchau. Und Freundin Sylvia aus Mutzschen ergänzte: „Wir müssen jeden Tag dreimal umsteigen, da lohnt sich dieses Ticket schon.“

Martina Stenker, als Vertreterin des Landratsamtes vor Ort, freute sich ebenfalls über den erfolgreichen Verlauf des Projekts: „Sowohl Regionalbus Leipzig als auch Thüsac konnten im Rahmen der allgemeinen Umstellung viel bessere Technik anschaffen“, betonte sie. „Dadurch sind wir in diesem Bereich sogar teils weiter als die Stadt Leipzig.“

Nun sollen schnellstmöglich weitere E-Tickets in Umlauf gebracht werden. „Bis zum Beginn des nächsten Schuljahres werden alle 10000 umstellberechtigten Schüler im Landkreis eine entsprechende Chipkarte erhalten“, erläuterte Sandra Jost. Gleiches gilt für die rund 4500 Schüler im Thüsac-Gebiet (südlicher Bereich im Landkreis). Bis Jahresende sollen dann die restlichen Abonnement-Kunden folgen.

Von Bastian Fischer

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