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Eine moderne Grubenwasserreinigungsanlage wird heute ihren Betrieb aufnehmen

Eine moderne Grubenwasserreinigungsanlage wird heute ihren Betrieb aufnehmen

Eine moderne Grubenwasserreinigungsanlage für den Tagebau Vereinigtes Schleenhain wird am heutigen Gründonnerstag ihren vollen Betrieb aufnehmen. Die Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft mbH (Mibrag) investierte insgesamt 18 Millionen Euro in das Projekt.

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Übergabe der neuen Grubenwasserreinigungsanlage in Neukieritzsch

Quelle: Günther Hunger

Neukieritzsch. Die Anlage sorgt dafür, dass Grubenwasser gründlich gereinigt und durch unterirdisch verlegte Rohre sauber in die 1,2 Kilometer entfernte Pleiße eingeleitet wird.

Anfang Juni 2009 hatten die Bauarbeiten auf einer zwei Hektar großen Fläche begonnen. „Eine sportliche Bauzeit", wie der Technische Geschäftsführer der Mibrag, Horst Schmidt, gestern beim offiziellen Pressetermin würdigte. Er nutzte die Gelegenheit, allen Beteiligten, insbesondere der Umwelttechnik und Wasserbau GmbH aus Falkenstein/Harz (Hauptauftragnehmer) zu danken. Beim Rundgang mit Fachleuten und Medienvertretern wurde indes schnell klar, dass es bei dieser Art der Reinigung nicht um Zauberei, sondern um einfache chemische Prozesse geht. Das acht Grad warme Grubenwasser aus dem Tagebau ist braun und sein Schwefelgeruch nachhaltig, nach dreieinhalb Stunden „Bearbeitung" ist es klar und sauber. Durch die Zufuhr von Kalkmilch und Luftsauerstoff wird der pH-Wert des Sümpfungswassers neutralisiert und der Eisengehalt - entsprechend der behördlichen Vorgaben - auf unter drei Milligramm pro Liter gesenkt. Bis zu 60 Kubikmeter Wasser pro Minute können in der Anlage behandelt werden. Sie liefert sauberes Wasser - absolut für die Pleiße geeignet. „Mit der Anlage haben wir einen Schritt nach vorn gemacht - bei der Behandlung des Wassers", freute sich Schmidt. 

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Neukieritzsch. Eine moderne Grubenwasserreinigungsanlage für den Tagebau Vereinigtes Schleenhain wird am heutigen Gründonnerstag ihren vollen Betrieb aufnehmen. Die Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft mbH (Mibrag) investierte insgesamt 18 Millionen Euro in das Projekt.

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 Das Bauwerk besteht aus einer Bekalkungsanlage mit zwei Silos, einem Kontakt- und Belüftungsbecken, sechs Rundbecken unterschiedlicher Größe mit einem Fassungsvermögen von bis zu 5000 Kubikmeter Wasser, einem Maschinenhaus, einem Betriebsgebäude und Rohrleitungssystemen. Letztere kosteten allein elf Millionen Euro. Außerdem wurde der Leitstand für die gesamte Tagebauentwässerung in die neue Anlage verlegt. Etwa 250 Brunnen und alle Pumpstationen der Tagebaue Schleenhain und Profen können dort rund um die Uhr an Bildschirmen überwacht und je nach Bedarf ein- und ausgeschaltet werden.Nach Angaben der Mibrag werden die Außenanlagen des Geländes inclusive der Wege und Begrenzungen bis 30. Juni fertiggestellt. „Wir wollen in verträglicher Nachbarschaft leben", hieß es. Seitens der Gemeinde Neukieritzsch gab es im Vorfeld keine wesentlichen Einwände gegen das Vorhaben. „Die Geräuschkulisse ist nicht relevant." Nach einem Besuch einer ähnlichen Anlage in der Lausitz sei lediglich über Höhen und Farbgebung der Bauwerke diskutiert worden, erinnerte der stellvertretende Bürgermeister von Neukieritzsch, Hermann Patzschke. Für das Vorhaben habe die Gemeinde Neukieritzsch auch ein Stück Grund an die Mibrag verkauft. Nach der Fertigstellung soll es für Interessenten einen Tag der offenen Tür auf dem Gelände geben, kündigte die Mibrag an. Die Anlage werde in Zukunft einer der Besucherpunkte des Unternehmens sein.Mit der modernen Grubenwasserreinigung für den Tagebau Schleenhain endet übrigens die Lieferung von Wasser für die Flutung der im Südraum von Leipzig entstandenen und noch entstehenden Seenlandschaft. Wegen der veränderten chemischen Parameter des Wassers werden die restlichen Flutungen nur noch vom Tagebau Profen bestritten. Seit 1997 waren entsprechende Wasserlieferungen an den Bergbausanierer LMBV vertraglich geregelt und realisiert worden. Die Verträge wurden verändert, so dass das Wasser nun in die Pleiße geleitet wird.Zu Jahresbeginn war der Probelauf gestartet worden. Die behördlichen Vorgaben wurden bislang deutlich unterschritten.

Saskia Grätz

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