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Borna Einmal Borna - ISS und zurück
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14:34 19.05.2015
Andreas Lukasczyk, Dieter Gebhardt und Dieter Dörbeck funken rund um die Welt. Der weiteste Funkspruch ging zur ISS. Quelle: Julia Tonne

Die Amateurfunker vom Ortsverband Borna im Deutschen Amateur-Radio-Club haben via Funkverbindungen quasi schon die ganze Welt gehört.

Größter Erfolg im vergangenen Jahr war die erfolgreiche Teilnahme am weltweiten Wettbewerb der portablen Amateurfunkstationen "Field Day", bei dem die Bornaer den ersten Platz im Distrikt Sachsen schafften und weltweit auf Platz 44 kamen. "Das ist natürlich das Highlight in jedem Jahr", sagt Vereinsvorsitzender Andreas Lukasczyk. Bester Platz, um Funksprüche abzusetzen, sei dafür die Halde Trages. Sogar bis zur ISS sind schon Funksprüche aus Borna gelangt. Nächstes Vorhaben: Wenn alle Bedingungen stimmen, könnte sogar der Mond Funkwellen reflektieren. "Aber das ist wirklich schwierig. Ob das klappt, können wir nicht vorhersagen", erklärt Vereinsmitglied Dieter Gebhardt.

Gebhardt und seine Funkkollegen bekommen aus jedem Ort, den sie erfolgreich erreicht haben, eine QSL-Karte. Diese Karten geben Aufschluss über die Empfangsqualität und die geografische Verbreitung des Sendesignals. Und so sammelt Gebhardt Karten aus Afrika, Südamerika, Europa, Asien und Australien. "Dabei lernt man auch viel über die Geografie." Natürlich verschicken die Bornaer ebenfalls QSL-Karten. "So ist die Stadt zumindest bei den Funkern um den ganzen Globus bekannt."

Doch obwohl die Funker viel zu erzählen haben und rund um die Welt kommunizieren, wird der Nachwuchs zunehmend rarer. "Viele Jugendliche haben kein Interesse daran", sagt Funker Dieter Dörbeck. Allerdings könnten zahlreiche Vereine das Gleiche berichten, denn der Nachwuchsmangel macht sich nicht nur bei ungewöhnlichen Hobbys bemerkbar.

Derzeit hat der Ortsverband Borna mit der Bezeichnung S 42 etwa 25 Mitglieder. Und die kommen auch aus Markranstädt, Deutzen, Kitzscher und Neukieritzsch. Um neue Mitglieder zu gewinnen, haben die Funker schon einiges versucht: Besuche in Schulen, Anfragen beim Technischen Hilfswerk, bei dem es ohne Funkkenntnisse nicht geht. Doch bisher ohne Erfolg. Etwas neidisch schauen die Bornaer daher in die USA. Dort ist der Zulauf enorm. Sie wissen aber auch, dass einiges an Vorbereitungen notwendig ist, um auf "Sendung" zu gehen. Zunächst einmal müsse jeder Neuling eine Prüfung bei der Post ablegen, hinzu komme die Anschaffung für die notwendige Technik. "Die Lizenz bekommt man nicht geschenkt", betont Lukasczyk.

Eine "Urlaubsvariante" der Technik darf natürlich auch nicht fehlen, wenn die Funker tatsächlich verreisen. Allerdings ist es nicht einfach, mit dem Equipment zu fliegen. "Im Vorfeld der Reise sollte man schon mal am Flughafen Bescheid sagen", erzählt Dörbeck, der seinen Funkkoffer schon nach Spanien und Österreich mitgenommen hat.

In diesem Jahr wollen die Funker wieder am "Field Day" teilnehmen. Und sie hoffen, dass sie doch den einen oder anderen Jugendlichen für das Hobby begeistern können. "Wir unterstützen jeden, der Interesse hat. Wir beantworten Fragen und helfen, wo es geht", versprechen die Funker.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 26.02.2014
Julia Tonne

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