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Eintritt ins Böhlener Freibad wird teurer – Stadt investiert in Kulturhaus und Sporthalle

Stadtrat Eintritt ins Böhlener Freibad wird teurer – Stadt investiert in Kulturhaus und Sporthalle

Im kommenden Jahr schlägt die Baumaßnahme „Kulturhaus Südflügel“ mit mehr als einer halben Million Euro zu Buche. Das jedenfalls sieht der Haushaltsplan vor, den Kämmerin Kornelia Hanisch dem Stadtrat vorstellte.

Der Südflügel des Böhlener Kulturhauses soll im kommenden Jahr umgebaut werden. Das sieht der Haushaltsplan vor. Diskussionen gibt es derzeit um den Parkplatz davor. Zur Debatte steht, ihn für Lastwagen zu sperren.
 

Quelle: Jens Paul Taubert

Böhlen.  Im kommenden Jahr schlägt die Baumaßnahme „Kulturhaus Südflügel“ mit mehr als einer halben Million Euro zu Buche. Das jedenfalls sieht der Entwurf des Haushaltsplans vor, den Kämmerin Kornelia Hanisch am Donnerstagabend dem Böhlener Stadtrat vorstellte. Die sogenannte zweite Lesung – die erste Vorstellung des Plans stand bereits im Verwaltungsausschuss auf der Tagesordnung – verlief ohne Diskussion, so dass Hanisch mit einem Beschluss im Januar rechnet.

Aus der ehemaligen Gaststätte im Südflügel sollen in Zukunft mehrere Räume entstehen, die dann für die verschiedensten Projekte zur Verfügung stehen. Hanisch kalkuliert dafür rund 590 000 Euro, ein Großteil der Summe könnte über Fördermittel abgedeckt werden. Außerdem soll 2017 weiter in die Glück-Auf-Straße investiert werden. Hier werden die Straßendecke und der Fußweg saniert, zudem gibt es eine neue Beleuchtung.

Weitere große Maßnahmen warten dann jedoch in den Jahren 2018 und 2019, auf die Hanisch bereits einen Ausblick gab und in denen die Stadt voraussichtlich Kredite aufnehmen muss. So steht neben dem Anbau des Rathauses, der in etwa auch eine halbe Million Euro kosten, aber ebenfalls mit Fördermitteln bedacht wird, der Neubau der Sporthalle an der Oberschule auf der Agenda. Hanisch rechnet mit insgesamt mehr als 3,3 Millionen Euro, die das Vorhaben kostet. Wie Bürgermeister Dietmar Berndt (parteilos) erklärte, habe die Stadt ihren Fördermittelantrag aufrecht erhalten. Wie berichtet, war er in diesem Jahr nicht positiv beschieden worden. „Jetzt hoffen wir, dass wir nächstes Jahr bedacht werden, unseren Teil der Mittel haben wir in den Haushalt eingestellt“, betonte er.

Während der Stadtrat über die finanziellen Planungen für das kommende Jahr informiert wurde, fasste er in der Sitzung selbst einen Beschluss mit finanziellen Auswirkungen für die Böhlener. Ab Januar ändert sich die Benutzungsordnung für das Freibad. Heißt: die Eintrittspreise steigen. Allerdings moderat. Badbetreiber Dirk Wagner hatte das Gremium darum gebeten, das Thema auf die Tagesordnung zu heben. Und er erklärte auch während der Sitzung, warum er auf höhere Eintrittspreise angewiesen sei. „Seit Einführung des Mindestlohns wird es immer schwieriger, die Leute zu bezahlen. Zudem ist der Fachkräftemangel enorm, was auch die Löhne in die Höhe treibt“, begründete er.

Er und sein Team – eine Kassiererin und eine Fachkraft – seien längst am Limit, er brauche dringend zur nächsten Saison Verstärkung. Einspruch von Seiten der Stadträte gab es keinen, sie stimmten dem Beschluss einstimmig zu. Auf die Böhlener kommen im Sommer etwas höhere Preise für den Besuch im Freibad zu. Erwachsene und Kinder zahlen jeweils 50 Cent mehr – Erwachsene dann drei Euro, Kinder 1,50 Euro. Die Kosten für eine Zehnerkarte steigen von 20 auf 24 Euro für Erwachsene und von zwölf auf 16 Euro für den Nachwuchs. „Damit lässt sich dann leichter arbeiten, das nimmt den Druck“, sagte Wagner anschließend.

Für Diskussionsstoff sorgte dann zum Ende der Sitzung hin die neue Beschilderung am Kulturhaus. Diese verbietet zukünftig das Parken von Lastwagen in der Kurve der Einfahrt. Autos dürfen weiterhin dort abgestellt werden. Viele Räte aus verschiedenen Fraktionen befürchten nun aber, dass die Fahrer nun auf den Parkplatz vor dem Kulturhaus ausweichen. „Der Platz ist jetzt schon so marode, dass es sinnvoll wäre, die Fläche komplett für LKW zu sperren“, machte Wolfgang Kramer von der SPD-Fraktion deutlich. Auch Peter Kratz (CDU) geht davon aus, dass sich die Situation durch die neue Beschilderung verschärfen wird. Berndt jedoch versprach, das Parkverhalten der Brummifahrer weiter zu beobachten und dann eine Entscheidung zu treffen.

Von Julia Tonne

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