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Borna Einzug im Herbst
Region Borna Einzug im Herbst
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19:12 03.06.2011
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. Die Arbeiten für das betreute Wohnen in der Bahnhofstraße 6 in Rötha kommen nach anfänglichen Hürden gut voran. Für den 22. Juli sind potenzielle und künftige Mieter zum Tag der offenen Tür geladen.

Bei der Bauberatung mit den Gewerken geht es um Details der Raumaufteilung, zum Beispiel den idealen Platz für WC, Waschbecken und Dusche. Die Männer hantieren mit Zollstock – in behindertengerechten Wohnungen können wenige Zentimeter entscheidend sein. Rollstuhltauglich werden die 14 Wohnungen sein und schwellenfrei. Über eine Rampe und einen Aufzug ist barrierefreies Ankommen möglich. Im Herbst – die bereits abgeschlossenen Mietverträge laufen ab 1. September – sei der Einzug geplant, sagt Investor Sören Kokot. Der ursprünglich geplante Termin (1. Juli) ist nicht mehr zu halten.

Die Verzögerung hat ihren Grund. Nach dem Kauf der denkmalgeschützten Immobilie im November vorigen Jahres konnte es nicht gleich losgehen. „Wir haben fünf Monate auf die Baugenehmigung gewartet", sagt Bernd Zangemeister, der die Planung und Baubetreuung für das Projekt macht.

Ein weiteres Problem: die alten Holzbalkendecken im Haus, die mit Hausschwamm befallen waren – ein Pilz, der das Holz zersetzt. Ein in Auftrag gegebenes Holzschutzgutachten brachte Klarheit: Die Decken waren nicht zu retten. Und so wurden die Holzdecken abgetragen und durch Ziegeldecken ersetzt. „Ein erheblicher Mehraufwand", sagt Zangemeister.

Das 1907 erbaute Haus wird sich nach Abschluss der Sanierung äußerlich in alter Pracht präsentieren. Die Jugendstilfassade wird originalgetreu hergerichtet, wenngleich sich der Kohledreck vergangener Jahrzehnte in den Elementen des Beton-Werksteins festgefressen hat. Im Inneren aber wird das alte Haus sehr modern und nutzerfreundlich sein. Das Niedrigenergiehaus werde zu günstigen Betriebskosten führen, erläutert der Ingenieur. Basis dafür liefert zum einen Erdwärme, die 80 Prozent der nötigen Energie für das Haus ausmacht, zum anderen eine Gebäudedämmung.

Zwischenzeitlich fertig ist der Rohbau, auch die neuen Fenster sind drin. Sie wurden nach einer Auflage des Denkmalschutzes mit Fenstersprossen versehen. Zurzeit werden Heizungen installiert, Sanitärbereiche hergerichtet und sämtliche Elektroleitungen verlegt. Besonders aufwendig: der Bau des Aufzugsschachtes vom Keller bis zum Dach. Schließlich wird es an der Rückfront noch Balkone geben und ein Außengelände mit Terrasse und Grillplatz.

Mit Liebe zum Detail lässt der Bauherr alte Substanz neu erstehen. Dazu gehören die im Treppenhaus entdeckten Ausmalungen, die wieder hergestellt werden ebenso wie das schmiedeeiserne Geländer, das beim Schlosser aufgearbeitet wird.

Für den Pflegedienst wird es einen Raum geben. Wenn mal Not am Mann oder der Frau ist – eine Rufbereitschaft garantiert schnelle Hilfe.

Saskia Grätz

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