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Eistüten und Turnschuhe in Vitrinen

Eistüten und Turnschuhe in Vitrinen

Vorgestern Nachmittag wurde die neue Ausstellung mit dem Titel "Ortswechsel" im Museum eröffnet. Die Schau, in der es um Migrationsgeschichten geht, ist bis Juni zu sehen.

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Schüler Lukas Feist, Darja Bondarew, Oliver Müller (vorn v.l) sowie Marie Breindl und Christian Schmidt.

Quelle: N. Rathge

Borna. Daran haben im Rahmen eines Projekts Bornaer Schüler mitgewirkt.

Museumspädagogin Marie Breinl freute sich, dass der kleine Ausstellungsraum so gut gefüllt war. "Drei von den insgesamt zwölf Schülern, die an diesem Projekt teilgenommen haben, sind heute auch da." Dazu gehörte die 18-jährige Darja Bondarew. "Ich fand die Idee einfach gut. Wir zeigen damit, dass es in Borna auch andere Menschen gibt." Die Schülerin, gebürtige Kasachin, sagte: "Für mich war das Interview mit der Familie Zanni ein Höhepunkt."

Museumsmitarbeiterin Breinl erklärte, dass es das Ziel gewesen sei, jungen Leuten "das Medium Ausstellung näher zu bringen", aber auch zu zeigen, welche Arten von Migration es gibt und wie Zeitzeugeninterviews geführt werden.

Fünf Geschichten kamen auf diese Weise zusammen. Zeitzeugen präsentieren in der Ausstellung einen Gegenstand aus ihrer alten und einen aus ihrer neuen Heimat. So sind in den Vitrinen im Museum Eistüten und Turnschuhe zu sehen. Die Geschichten dazu stehen auf Tafeln daneben, und Zitate der Zeitzeugen schmücken die Ausstellungswände. Hinzu kommen aufgezeichnete Interviews, die die Museumsbesucher über Kopfhörer anhören können. Eine kleine, aber feine Ausstellung mit vielen Informationen.

Auch Gert Bill, gebürtiger Litauer war zur Eröffnung gekommen: "Der Sohn meiner Nichte geht aufs Gymnasium und hat mich gefragt, ob ich mitmachen und meine Geschichte erzählen würde." Für ihn selbstverständlich, so der Lobstädter. Mit acht Jahren war er am Kriegsende mit seiner Mutter aus Memel geflohen. "Nach der Unterbringung in Notunterkünften zogen wir irgendwann in ein Haus in Lobstädt. Ich habe in Dresden studiert und bin dann mit meiner Frau nach Westdeutschland gegangen." Lobstädt sei aber immer seine Heimat geblieben, "jetzt wohnen wir wieder hier, und das Kuriose ist, dass wir sogar im selben Haus wohnen, in das wir damals als Flüchtlinge gezogen sind", freute sich der 77-Jährige.

Das Projekt war von Dezember bis April durchgeführt worden. Teilnehmen konnten Jugendliche an Mittelschulen und Gymnasien im Alter von 14 bis 18 Jahren", erklärte Christian Schmidt von der Agentur Zeitläufer, die das Projekt begleitete. Im Projekt "Ortswechsel" setzten sich die Jugendliche mit den Erfahrungen und Erlebnissen von Migranten in ihrer Stadt auseinander.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom ..
Nicole Rathge-Scholz

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