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Borna Eitel Sonnenschein beim 17. Karnevalsumzug in Kitzscher
Region Borna Eitel Sonnenschein beim 17. Karnevalsumzug in Kitzscher
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13:48 15.02.2010
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Kitzscher

30 fantasie- und bis ins Detail liebevoll gestaltete Wagen fuhren ihre Runden durch die Stadt.

Jeden Meter entlang der Strecke hatten die Einwohner und ihre Gäste mit Kind und Kegel besetzt. „Alle, die sich auf den Beinen halten können, sind heute gekommen“, stellte Bohlen begeistert fest. Regenschirme waren gestern nur dazu da, Bonbons und Erdnuss-Flips, Traubenzucker und Valentinstags-Rosen aufzufangen. Allein vom Wagen des Karnevalsvereins flogen 150 Kilogramm Kamelle ins Publikum. Allerdings wurden die Naschmäuler auch hinterlistig mit einer Hand voller Bonbons ganz nahe an den Wagen gelockt – und dann mit einem Schwall Konfetti überschüttet.

Kitzscher. „Alles lief perfekt. Wir hatten super Bilder, ein super Publikum und super Wetter.“ Elferrats-Mitglied Steffen Bohlen strahlte gestern Nachmittag nach dem rundum gelungenen Umzug des Karnevalvereins Kitzscher mit der Sonne um die Wette. 30 fantasie- und bis ins Detail liebevoll gestaltete Wagen fuhren ihre Runden durch die Stadt.

Prinzessin Kathrin, die mit Prinz Mirko im Cabrio die Huldigung des Narrenvolks entgegennahm, freute sich ebenfalls über die vielen Sonnenstrahlen und ganz besonders über das Strahlen in den Gesichtern der Kinder. „Sehr schön, dass so viele fröhliche Leute hergekommen sind. Leider bekommen wir selbst vom Zug nicht viel zu sehen, weil wir so weit vorne fahren“, bedauerte Ihre Hoheit.

Neben vielen Vereinen wie dem Frauenchor Kitzscher, dem Feuerwehr-Verein Trages und dem Thierbacher SV hatten sich zahlreiche befreundete Familien zusammengeschlossen, um mit ihren Wagen die Stadtpolitik auf die Schippe zu nehmen oder einfach nur Spaß zu haben. Die Räuberbande aus Dittmannsdorf, im elften Jahr dabei, war mit einer langsam mahlenden Mühle angereist. Die Herren hatten sich dazu passend als alter, schöner und klammer Sack, die Damen als Mäuse verkleidet.

Eine Thierbacher Gruppe gestaltete eine Szene aus dem Märchenland und wollte darauf aufmerksam machen, dass sie sich im Ortsteil wie das fünfte Rad am Wagen Kitzschers fühlen und der Erweckung aus dem Dornröschenschlaf harren.

Der „Club zu zweit“ ist eine große Gruppe aus befreundeten Familien, die es seit 30 Jahren gibt. Ein Motto haben sie nicht, der Spaßfaktor spielt die größte Rolle. Und so hatten sie sich kurzfristig entschieden, als Urwald-Bewohner aufzutreten und aufzutanzen. DJ Biene (ein Er) und seine Kumpel von den „Schwarzgeld Party Machern“ gehörten zu den Lautstärksten in der Kolonne und schossen nicht nur mit Worten, sondern auch mit Konfetti-Kanonen scharf.

Gaby und Uwe Böhme durften weit vorn fahren, in einem umgestalteten Trabbi mit der Aufschrift: „Bahne Frei, Bollezei“. „Es hieß erst, wir würden zur Absicherung des Zuges keine Polizeibegleitung bekommen. Da haben wir uns als Kitzscheraner von ganzem Herzen entschlossen, das zu übernehmen“, grinste Uwe Böhme. „Die richtige Polizei ist nun zwar da, aber wir fahren trotzdem mit.“ Wie so viele hatten auch sie das magere Stadtsäckel aufs Korn genommen und sich eine Radarfalle als „sichere Geldquelle“ aufs Gefährt montiert.

Gislinde Redepenning

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