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Borna Elsterregion schaut öfter auf Wasserstände
Region Borna Elsterregion schaut öfter auf Wasserstände
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19:28 14.01.2019
Die Wiese an der Bundesstraße 176 zwischen Groitzsch und Schnaudertrebnitz steht unter Wasser. Der (Schnee-)Regen und die Schnauder haben dafür gesorgt. Die Kommunen in der Region sind aber entspannt. Quelle: Mathias Bierende
Groitzsch/Pegau

Aus der Elsterregion landeten am Montag ein paar Blicke mehr als gewöhnlich auf den Pegel-Internetseiten. Die Wasserstände sorgten in Groitzsch, Pegau und Elstertrebnitz allerdings trotz der Regenfälle auch in höheren Lagen noch nicht für Anspannung. Auch wenn etwa auf einer Wiese zwischen der Schusterstadt und ihrem Ortsteil Schnaudertrebnitz schon Wasser steht – was allerdings häufiger der Fall ist.

Alarmstufe 1 am Pegel Zeitz überschritten

Der für das Gebiet wesentliche Pegel der Weißen Elster befindet sich in Zeitz. Dort war am Morgen die Alarmstufe 1 bei 3,25 Meter überschritten worden. Diese Information, eine erste Warnung, ging auch an die Rathäuser. Jedoch war 16 Uhr der Wasserstand mit 3,51 Meter noch recht weit von der Alarmstufe 2 (4,25 Meter) entfernt. „Wir beobachten das“, sagte Silke Große, Leiterin der Groitzscher Haupt- und Ordnungsverwaltung. Bisher seien keine Maßnahmen erforderlich. Für Schnauder und Schwennigke gibt es keine Pegel.

Im Pegauer Bereich wurden hingegen Anlieger im Eck von Elster und Bundesstraße 2 kontaktiert. „Wir haben den Turn- und Sportverein, die Kleingärtner und die Firma Umwelttechnik & Wasserbau wegen eines möglichen weiteren Anstiegs benachrichtigt“, teilte Stadtwehrleiter Marco Becher mit.

Kommunen sind besser vorbereitet

Nach den verheerenden Schäden von 2013 sei der Hochwasser-Maßnahmeplan angepasst worden, sodass die Kommune nun besser vorbereitet sei. „Wir haben das im Blick und kontrollieren. Als schon mal schwer Betroffene schauen wir lieber einmal öfter hin. Aber eigentlich erwarten wir maximal Stufe 2.“ Da sollte nichts weiter passieren.

In Pegau könne von einer reichlich gefüllten Elster noch keine Rede sein, so Becher. „Klar, im letzten Sommer konnte man durchwaten. Das geht jetzt natürlich nicht mehr. Doch es ist alles im grünen Bereich.“ Zudem scheine es so, sagte der Feuerwehrchef am Nachmittag, als ob der Wasserstand nahezu stagniere. Der Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt hatte vormittags für den Zeitzer Pegel die Dienstag-Werte 3,45 Meter (7 Uhr) und 337 (13 Uhr) vorausgesagt.

Alles normal am Elsterflutgraben

In Elstertrebnitz hatte Bürgermeister David Zühlke (CDU) natürlich längst nach dem Elstermühlgraben gesehen. „Da ist alles normal. Ob das Wehr, das sich automatisch reguliert, reagiert hat, weiß ich aber nicht.“ Er sei auch gleich früh informiert worden, erwarte aber nur eine leichte Erhöhung. In dem Moment störte ihn der gerade tobende Schneewind mehr.

Von Olaf Krenz

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