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Borna Elstertrebnitz: Bis 20. Dezember soll Wehr fertig sein
Region Borna Elstertrebnitz: Bis 20. Dezember soll Wehr fertig sein
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14:27 19.05.2015
Gerhard Laue (li.) steht als Einweiser Kranführer Steffen Matthes zur Seite, im Hintergrund sind die Arbeiten an Moniereisen und Schalung zu sehen. Quelle: Mathias Bierende

Seit Mai laufen die Arbeiten. Es wurde ein sogenannter Umfluter errichtet. Der war notwendig, denn der Elstermühlgraben musste aus seinem bisherigen Bett verlegt werden, weil dort das neue Wehr gebaut wird. Zudem wurden Spundwände für die Abtrennung der Baugrube gebraucht. Als beides fertig war, begann der eigentliche Wehrbau. Derzeit betonieren täglich zehn bis fünfzehn Arbeiter die Pfeiler, wo später die Schützentafeln befestigt werden. Diese können hoch- und heruntergelassen werden und gewährleisten somit die Grundfunktion des Wehrs.

Wie berichtet, hatte es zu Beginn etwas Zeitverzug gegeben. Zwar war die Baustraße schon im November vergangenen Jahres fertig, aber danach stockte die Sache. Grund seien Verzögerungen in der Planung sowie Abstimmungen mit Fischerei und Naturschutz gewesen. Dies sei aber wieder aufgeholt worden. "Im Großen und Ganzen liegen wir jetzt im Plan", so Bobbe. Die Hauptbauleistungen, also das eigentliche Wehr, sollen bis zu den Weihnachtsferien der Firmen am 20. Dezember fertig sein. "Das Wehr soll dann funktionieren", sagte der Betriebsteilleiter. Einen Strich durch die Zeitplanung könnte allerdings das Wetter machen. In den vergangenen Tagen habe es leichtes Hochwasser gegeben, dadurch kamen die Arbeiten ins Stocken. Auch ein früher Winter kann die Fertigstellung verhindern.

Restarbeiten, wie zum Beispiel den Abriss der Baustraße, sollen dann im nächsten Jahr erfolgen. Die Kosten für das Vorhaben liegen bei rund einer Million Euro - und dabei soll es auch bleiben, meinte Axel Bobbe.

Viele Jahre haben die Elstertrebnitzer um dieses Wehr gekämpft. Denn immer wieder hatte die kleine Kommune unter Hochwasser zu leiden. Doch der Neubau ruft nicht nur Begeisterung hervor. Einwohner benachbarter Orte sind nach wie vor der Meinung, dass das neue Wehr in Elstertrebnitz die Hochwassergefahr für sie erhöhen könnte - auch wenn Mitarbeiter der Talsperrenverwaltung dies wiederholt bei Diskussionen vor Ort entkräftet haben. Kritische Stimmen kommen zum Beispiel aus den Gemeinden Beersdorf und Lützkewitz, die zu Sachsen-Anhalt gehören.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 29.10.2014
Claudia Carell-Domröse

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