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Elstertrebnitz erweitert Wohngebiet I um 7000 Quadratmeter

Bauland Elstertrebnitz erweitert Wohngebiet I um 7000 Quadratmeter

Elstertrebnitz plant die Erweiterung seines „Wohngebietes I“ im A-Dorf um 7000 Quadratmeter. 14 Grundstücke zwischen 470 und 625 Quadratmeter sollen in den nächsten Jahren erschlossen werden. Die Bau- und Planungskosten von 307 000 Euro werden über den Kaufpreis – 55 Euro pro Quadratmeter – finanziert. Die Nachfrage ist riesig.

Nach einem Regenschauer spannt sich dieser Regenbogen über Elstertrebnitz.

Quelle: privat

Elstertrebnitz. Die Gemeinde Elstertrebnitz ist als Wohnort sehr gefragt: Ein- bis zweimal im Monat erkundigen sich junge Familien im Gemeindeamt nach Bauland, wollen von der Großstadt aufs Land ziehen. Doch die kommunalen Flächen sind bald ausgereizt. Aufgrund der großen Nachfrage gibt es im „Wohngebiet I“ im A-Dorf mittlerweile keine erschlossenen Grundstücke mehr. Erst vorgestern Abend hat der Gemeinderat den Verkauf der letzten beiden Flurstücke mit einer Gesamtgröße von 950 Quadratmetern an ein Ehepaar aus Markkleeberg beschlossen. Es möchte dort ein Eigenheim errichten.

Doch die Gemeinde hat noch einen Trumpf im Ärmel und fasst die Erweiterung ihres Wohngebietes I um 7000 Quadratmeter ins Auge. 14 Grundstücke zwischen 470 und 625 Quadratmetern sollen in den nächsten Jahren dort entstehen, eine Bebauung wäre in den Jahren 2017/18 möglich. Nach ersten Schätzungen belaufen sich die Erschließungskosten auf 307 000 Euro und splitten sich in 40 000 Euro Planungs- und 267 000 Euro Baukosten auf. „Das wäre natürlich eine mörderische Summe für Elstertrebnitz", sieht es der Bürgermeister David Zühlke (CDU) realistisch. „Wir würden komplett den Haushalt sprengen, darüber brauchen wir gar nicht zu reden.“

Vielmehr solle die Erschließung in zwei Bauabschnitten erfolgen und Schritt für Schritt über den Kaufpreis finanziert werden – der Gemeinderat einigte sich auf 55 Euro pro Quadratmeter. „Wir möchten uns dem Boom natürlich nicht entziehen und Bauland zur Verfügung stellen“, meinte der Bürgermeister. Damit stabilisieren sich die Einwohnerzahlen und es trage letztlich mit zum Erhalt der Eigenständigkeit der Gemeinde bei.

Mit einer Reihe anderer Bauvorhaben soll die Attraktivität des Ortes weiter steigen. So ist für 2017 die energetische Sanierung des Kindergartens vorgesehen, denn nach 27 Jahren braucht das „Knirpsenland“ dringend eine neue Heizungsanlage. Für die heiße Phase der insgesamt zehnwöchigen Bauarbeiten muss die Einrichtung komplett geschlossen werden, kündigte David Zühlke an. „Während der Abbrucharbeiten ist die Sicherheit der Kinder nicht mehr gewährleistet“. Mit den Eltern sei bereits gesprochen worden. „Es wird vom 10. bis 21. Juli eine Notbetreuung für Kindergartenkinder geben, voraussichtlich in den Horträumen der Schule für Lernförderung.“ Darüber hinaus werden Fördermittel über das europäische Leader-Programm beantragt, um sechs Parkflächen am Kindergarten zu schaffen. 23 000 Euro sind dafür insgesamt veranschlagt.

Ebenfalls im Plan für 2017 ist der Kanalbau im Ortsteil Costewitz. Die Pflasterstraße bleibt als ortsbildprägend erhalten. Darüber hinaus soll für 200 000 Euro in Eulau eine großflächige Böschungssanierung erfolgen. Für die Zeit der Bauarbeiten müsse sogar der Mühlgraben abgeschlagen werden, stellte der Bürgermeister in Aussicht. „Aber, wie gesagt: Wir befinden uns damit erst in der Planungsphase.“

Von Kathrin Haase

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