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Elstertrebnitz trauert um seinen langjährigen Bürgermeister Klaus Sommer

Beisetzung am Montag Elstertrebnitz trauert um seinen langjährigen Bürgermeister Klaus Sommer

Nach langer schwerer Krankheit ist am Dienstag im Alter von 63 Jahren der langjährige Elstertrebnitzer Bürgermeister Klaus Sommer verstorben. Er hinterlässt seine Frau und drei erwachsene Kinder. Von 1990 bis 2015 leitete Sommer die Geschicke der kleinen Gemeinde, bis ihm die Krankheit die Kraft dazu nahm.

Klaus Sommer war in Elstertrebnitz beliebt für seine zuverlässige, bodenständige Art. Sein größtes Verdienst ist der Erhalt der Eigenständigkeit der kleinen Gemeinde.

Quelle: Claudia Carell

Elstertrebnitz. Nach langer schwerer Krankheit ist am Dienstag im Alter von 63 Jahren der langjährige Elstertrebnitzer Bürgermeister Klaus Sommer verstorben. Er hinterlässt seine Frau und drei erwachsene Kinder. Von 1990 bis 2015 leitete Sommer die Geschicke der kleinen Gemeinde, bis ihm die Krankheit die Kraft dazu nahm. Beliebt war er für seine zurückhaltende, bodenständige und zuverlässige Art, wenn er etwa bei den jährlichen Senioren-Weihnachtsfeiern den Kaffee ausschenkte, in der Weinhandlung stand oder bei Spaziergängen durchs Dorf für jeden ein offenes Ohr hatte. Auch der Empfang anlässlich seines 60. Geburtstages ist vielen Elstertrebnitzern in guter Erinnerung.

„Er hat unendlich viel für unser Dorf getan, wenn ich nur an sein Engagement bei den Hochwasser-Katastrophen denke und wie er sich für den Bau des Wehres eingesetzt hat“, würdigt der Bürgermeister David Zühlke (CDU) die Verdienste seines Vorgängers. Man müsse nur mit offenen Augen durch Elstertrebnitz gehen. „Viele junge Familien haben sich hier angesiedelt“, zählt Zühlke weiter auf, „der Kindergarten ist in Obhut der Gemeinde geblieben, Straßen und Kanäle wurden saniert, der Dorfplatz in Trautzschen gebaut, das Gerätehaus errichtet und vieles mehr. Das haben wir alles Klaus Sommer und der Arbeit des Gemeinderates zu verdanken.“ Zu seinem größten Verdienst gehört zweifellos die Eigenständigkeit des 1500-Seelen-Dorfes, das 2014 sein 975. Jubiläum feierte.

Er habe ein gutes Verhältnis zu Klaus Sommer gehabt, erklärt Landrat Henry Graichen (CDU). „Er war schon länger im Amt, als ich Bürgermeister in Neukieritzsch wurde. Wir haben in vielen Verbänden und Organisationen zusammengearbeitet; als ich 2005 Vorsitzender des Städte- und Gemeindetages wurde, war er dort Schatzmeister.“ Klaus Sommer sei sehr bodenständig gewesen und habe sich immer für seine Gemeinde eingesetzt, so der Kreischef.

Tief betroffen vom Tod des langjährigen Bürgermeisters ist auch Henrik Wetzel, Prokurist des ortsansässigen Schrott-Unternehmens. „Ich kann nur sagen: Für Elstertrebnitz hat er alles und mit viel Herzblut getan. Durch den Schrottplatz gab es immer wieder Probleme, aber Klaus Sommer war stets ein fairer Partner in den schweren Zeiten.“

Als Kind eines Schlossers und einer Arbeiterin der Bella-Schuhfabrik ist Sommer im benachbarten Pegau aufgewachsen. Zunächst lernte er Maurer, sattelte später aber zum Tischlerhandwerk um. Die Liebe zog ihn ins Nachbardorf, wo auch seine Kinder geboren wurden. Bis 1990 arbeitete ihr Vater im Böhlener Werk, bis er Bürgermeister wurde. Lange habe er darüber gegrübelt, ob er der richtige Mann für diesen Posten sei. „Ich bin jemand, der lieber dreimal nachdenkt und fünfmal drüber schläft, ehe ich eine Entscheidung falle“, hatte Sommer einmal in einem LVZ-Interview gessa. Letztlich sind daraus 25 Dienstjahre geworden.

Am Montag wird Klaus Sommer im Familien- und Freundeskreis auf dem Friedhof in Trautzschen beigesetzt. Der Trauergottesdienst mit Pfarrer Hermann Göthel findet ab 13 Uhr in der Friedhofskirche Pegau statt.

Von Kathrin Haase

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