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Borna Elstertrebnitz zahlt mehr für Pegaus Arbeit
Region Borna Elstertrebnitz zahlt mehr für Pegaus Arbeit
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20:02 14.05.2018
Elstertrebnitz hat sich mit seinem Verwaltungspartner Pegau auf eine höhere Umlagezahlung geeinigt. Quelle: Jens Paul Taubert
Elstertrebnitz/Pegau

Die Verwaltungsgemeinschaft mit der Stadt Pegau wird für Elstertrebnitz etwas teurer. Der Gemeinderat hat jetzt einen Anstieg um knapp neun Prozent abgesegnet. Nicht, ohne die Erhöhung von 168 200 Euro auf 182 700 Euro ausführlich zu besprechen.

Verwaltungsgemeinschaft seit 1995

Bereits seit Oktober 1995 besteht eine Verwaltungsgemeinschaft der Kommunen. Zunächst hatte Pegau Teilaufgaben als Dienstleister für Elstertrebnitz ausgeführt. Seit Januar 2001 ist die Stadt als erfüllende Gemeinde für (fast) alle Aufgaben der laufenden Verwaltung zuständig. Wofür sie vom kleineren Partner eine Finanzumlage erhält. Die aber war – trotz allgemeiner Steigerungen von Ausgaben für Personal, Strom, Wasser und anderem – seit 2009 unverändert geblieben.

Für eine Aktualisierung waren im Vorjahr Gespräche aufgenommen worden, sagte Bürgermeister David Zühlke (CDU). Daran nahmen er und Gemeinderätin Kathleen Berngruber (CDU) sowie Pegaus Stadtchef Frank Rösel (parteilos) und Kämmerer Guido Voigt teil. „Warum müssen wir zahlen, wenn es in Pegau teurer wird?“, wollte Abgeordneter Thomas Zühlke (CDU) wissen.“ Weil die frühere Kostenvereinbarung nicht wirklich be­last­bar war, antwortete Berngruber. „Dabei haben wir alles kritisch hinterfragt und uns nicht mit den ersten Zahlen zufrieden gegeben. Das war schon ein Hauen und Stechen. Am Ende kamen wir auf eine durchaus akzeptable Erhöhung.“

Zühlke: „Jetzt wurde eine Einigung erzielt“

„Was passiert, wenn wir das ablehnen?“, fragte Gemeinderat Silvio Schlag (Freie Wähler). Es gibt einen Vertrag zur Verwaltungsgemeinschaft, die Leistungen sind zu bezahlen, sagte der Bürgermeister. „Wir haben das nur der Teuerung angepasst.“ Bern­gruber ergänzte: „An­dernfalls könnte Pegau vor Gericht gehen.“ Jetzt wurde eine Einigung er­zielt, schob David Zühlke nach: „Wenn die Kommunalaufsicht angerufen wird, wichtet die vielleicht die Zahlen anders und brummt uns 250 000 Euro auf.“

Kämmerer Voigt, der sicherlich lieber einen höheren Betrag einstreichen würde, sprach von einer soliden Grundlage. „Sachen, die Elstertrebnitz nicht betreffen, wurden herausgerechnet, wie der Bauhof Pegau und das Stadtbad.“ Letztlich seien die Verwaltungskosten auf die Einwohnerzahl umgelegt worden.

Schließlich sprach Thomas Zühlke an, ob es nicht günstiger sei, einen Sachbearbeiter für Elstertrebnitz einzustellen. „Das dürfen wir nicht“, entgegnete der Bürgermeister. „Und eine einzelne Kraft in Pegau für uns kann das nicht leisten.“ Für viele Aufgaben seien Spezialqualifikationen erforderlich, fügte Voigt an.

Mit zehnmal Ja bei einer Enthaltung stimmte der Gemeinderat dann dem Umlageanstieg zu. Was Bürgermeister Rösel in Pegaus Stadtratssitzung begrüßte. „Damit haben wir eine solide Basis für die nächsten zwei Jahre.“ Danach soll es die nächste Kostenüberprüfung geben.

Von Olaf Krenz

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