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Elstertrebnitzer Eisenmühle: Löschteich mausert sich zum Biotop

Voller Ideen Elstertrebnitzer Eisenmühle: Löschteich mausert sich zum Biotop

Zu tun gibt es immer. Kaum ist ein Vorhaben geschafft, steht bei Anne-Sabine und Jost Mucheyer die Umsetzung weiterer Projekte im Mittelpunkt. Im Sommer dieses Jahres haben sie ihre Elstertrebnitzer Eisenmühle, zu der mittlerweile unter anderem eine kleine Pension und die Sammlung selbst spielender Instrumente gehören, offiziell eröffnet.

Anne-Sabine Mucheyer zeigt den Löschteich, der sich in den kommenden Monaten zum Biotop entwickeln soll. Der erste Schritt dafür war das Fällen der Pappeln.

Quelle: Julia Tonne

Elstertrebnitz. Doch Ruhe kehrt auf dem Areal dennoch nicht ein. Derzeit ist das Paar dabei, den Löschteich als Biotop zu entwickeln und das Eingangstor gleich zu einem ganzen Bild umzugestalten.

Erste Entwicklungsschritte sind am Löschteich bereits geschafft. Gemeinsam mit Kindern der Schule für Lernförderung wurden in den vergangenen Wochen Benjes-Hecken angelegt, die durch das Aufschichten von Zweigen und Ästen entstehen. Sie bieten Vögeln und anderen Tieren Schutz und Nahrung. Zudem wurden sieben Pappeln gefällt, „weil sie den Teich zu sehr verschattet haben“, begründet Anne-Sabine Mucheyer. Um den Löschteich zum Biotop umzuwandeln, saßen die beiden Eisenmühleninhaber zusammen mit Naturschützern, Vogelschützern und Anglern am Tisch. „Wenn wir so ein Vorhaben umsetzen wollen, ist es wichtig, mehrere Stimmen dazu zu hören.“

Langsam wird das Biotop in den kommenden Monaten und Jahren wachsen. Viele Eingriffe wollen die Mucheyers vermeiden, damit sich dort auch wieder standort-typische Pflanzen und Tiere ansiedeln können. Die ersten Eschen-Triebe sind zu sehen, „und die gehören hier einfach eher hin als Pappeln“. Und unter den Amphibien habe sich der kleine Teich schon als echter Geheimtipp herumgesprochen: „Hier herrscht ein Kommen und Gehen von Schlangen, Kröten und Fröschen.“
Nicht nur die Natur rings um die Eisenmühle nimmt neue Formen an, auch das Tor soll spätestens im Frühjahr in neuem Look daherkommen. Die Planungen dafür sind den Kinderschuhen längst entwachsen, jetzt geht es um Detailabsprachen und ans Feuerverzinken. Jost Mucheyer will aus dem Tor, das derzeit kein Hingucker ist, einen solchen machen. Ähnlich wie beim Scherenschnitt werden in den nächsten Monaten verschiedene Motive an dem Tor angebracht – „bis ein vollständiges Bild entstanden ist“, sagt er.

Die Motive, hergestellt aus Edelrost, reichen von Tieren, die in und um die Eisenmühle zu finden sind, über Notenschlüssel, Kaffeetasse und Bett bis hin zu einem Fahrrad, einem Tanzpaar und Glocken. Einiges, sagen Mucheyers, sei komplikationslos im Internet aufzuspüren, anderes müsse angefertigt werden – unter anderem der Generator, der am Tor auf die Wasserkraft und die Energiegewinnung aufmerksam machen soll. In Kürze geht das Tor zum Feuerverzinken, die ersten Edelrost-Motive seien schon bestellt. Mucheyers hoffen, im Frühjahr das „neue“ Tor zeigen zu können. Bis dahin wird es peu à peu ergänzt und vervollständigt.

Von Julia Tonne

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