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Borna Elstertrebnitzer Grundstücke fast ausverkauft – nur noch ein Bauplatz
Region Borna Elstertrebnitzer Grundstücke fast ausverkauft – nur noch ein Bauplatz
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00:21 01.10.2017
Gemeinde Elstertrebnitz. Quelle: Jens Paul Taubert
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Elstertrebnitz

Ein ordentlicher Schwapp Geld wird in den nächsten Monaten in die Elstertrebnitzer Gemeindekasse gespült. Die Kommune verkauft acht Flurstücke im Wohngebiet „Elstertrebnitz I“, was eine Einnahme von rund 220 000 Euro bringen wird. Dazu hat der Gemeinderat bei seiner jüngsten Sitzung Bürgermeister David Zühlke (CDU) ermächtigt. Allerdings entsteht damit auch ein Problem: Es mangelt nun an freien Bauplätzen. Deshalb wird der Versuch gestartet, neue Flächen zu finden.

Die aktuellen vier Käufer, von denen einer aus Pegau und drei Paare aus Leipzig kommen, werden ihre je zwei Flurstücke wohl im nächsten Jahr übernehmen; dann erst fließt auch das Geld. Die Erschließung dieses 1. Bauabschnitts ist für das erste Quartal 2018 vorgesehen. Das Areal habe er den künftigen Einwohnern direkt vor Ort gezeigt, sagte der Bürgermeister. „Und natürlich habe ich ihnen Hinweise zu benachbartem Gewerbe gegeben“, spielte Zühlke auf eine Recyclingfirma an, um die immer wieder Diskussionen aufflammen. „Damit hatten die Interessenten keine Probleme.“

Größere Schwierigkeiten mit einer positiven Reaktion hat aber die Kommune inzwischen, wenn die Nachfrage nach Bauplätzen anhält. „Im Wohngebiet ,Elstertrebnitz I‘ ist nur noch ein Grundstück frei“, sagte der Bürgermeister. „Sonst haben wir derzeit nichts anzubieten.“ Allerdings erkundigen sich immer wieder junge Leute – per Telefon und E-Mail sowie persönlich – nach der Möglichkeit, in der Gemeinde zu bauen, fügte er hinzu. Deshalb schlug er den Abgeordneten vor zu prüfen, ob es wirtschaftlich sinnvoll wäre, ein weiteres Wohngebiet zu planen und zu schaffen. „Dies soll zur Stabilisierung beziehungsweise zur Erhöhung der Einwohnerzahlen und letztendlich zur Eigenständigkeit der Gemeinde Elstertrebnitz beitragen“, hatte er den Be­schlussentwurf begründet.

Allerdings gehören der Kommune nicht mehr so viele Flurstücke. Er habe deshalb eine Fläche hinter dem Kindergarten ins Auge gefasst, die derzeit landwirtschaftlich genutzt wird. Sinnvoll sei diese aber nur, wenn drei benachbarte Areale dazugenommen werden können. „Da müssen wir abklären, ob die privaten Eigentümer verkaufen wollen.“ Zudem sollte den Abgeordneten klar sein, dass der bisherige Quadratmeterpreis für die Häuslebauern von 55 Euro sicherlich nicht zu halten sei. – Der Gemeinderat stimmte ersten Gesprächen sowie einer kostenfreien Vorprüfung zu.

Von Olaf Krenz

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