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Borna Eltern frustriert: Zuschuss für Schulbeförderung entfällt
Region Borna Eltern frustriert: Zuschuss für Schulbeförderung entfällt
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13:17 03.05.2010
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örderung ihrer Kinder. Er sieht sich angesichts der leeren Kassen nicht mehr in der Lage, diese freiwillige Leistung zu bestreiten. Für viele der betroffenen Eltern ein Schlag ins Kontor, schießen sie doch schon jetzt eine Menge zu.

David Petersen ist echt sauer. Sein Sohn Cornelius besucht derzeit die sechste Klasse des Christlichen Spalatin-Gymnasiums in Altenburg. „Wir erwarten wirklich keinerlei Sonderbehandlung. Aber wir wollen auch nicht die Sparschweine des Landkreises sein“, findet der Vater von vier Kindern die neue Regelung zutiefst ungerecht. Bisher gewährte der Landkreis den Eltern zwar keinerlei Unterstützung, um den Schülerverkehr zu organisieren, so Petersen. Aber es wurden zumindest die Kosten erstattet, die entstanden wären, wenn sie ihre zuständige nächste Schule im Landkreis gewählt hätten. Immerhin konnten Pettersens da pro Schulmonat mit 44 Euro Zuschuss rechnen.

Damit soll es nun vorbei sein. Und so wird die Angelegenheit für die betroffenenen Eltern noch teurer, wenn sie es ihren Kindern nicht antun wollen, sie aus den bisherigen Schulen und damit dem vertrauten Umfeld zu nehmen. 

„Wenn unser Kind das Markkleeberger oder das Grimmaer Gymnasium besuchen wollte, müsste der Landkreis den Transport ja auch bezahlen“, macht der Schönauer eine Gegenrechnung auf. „Und da es dorthin auch keine öffentliche Busverbindung geben dürfte, wäre ein Taxi zur Verfügung zu stellen. Das aber käme doch dem Landkreis um ein Vielfaches teurer“, will ihm die Sparmaßnahme auf dem Rücken der Eltern nicht einleuchten.

Den Ärger kann Brigitte Laux, Pressesprecherin des Landratsamtes, zwar verstehen. Doch die Dimension der Aufgabe lasse dem finanziell klammen Kreis keine Alternative. Immerhin besuchten in diesem Schuljahr 1455 Mädchen und Jungen Schulen außerhalb des Kreises, davon 73 in Thüringen, lässt sie wissen. Wobei zu diesen Zahlen noch die Berufsschüler kämen, die teilweise ebenfalls unter die Anspruchsberechtigten laut Schülerbeförderungssatzung des Landkreises Leipzig fallen.

„Gemäß der für das Schuljahr 2009/2010 beschlossenen Richtlinie zur Satzung über die Erstattung der notwendigen Schülerbeförderungskosten des Landkreises Leipzig übernimmt der nur für die Schüler des Spalatin-Gymnasiums in Altenburg die Fahrkosten pro Schüler bis zu einer Höhe von 440 Euro. In diesem Schuljahr erhalten 50 Schüler die Kosten erstattet. Dies entspricht 22 000 Euro“, verdeutlicht sie. „In Vorbereitung des neuen Schuljahres wurde die Richtlinie vom Rechtsamt des Landkreises bewertet und festgestellt, dass die Erstattung von Beförderungskosten für Schüler nur einer bestimmten Schule gegen den Gleichheitsgrundsatz verstößt. Der Landkreis müsste sich also entscheiden, für alle Schüler die Kosten zu übernehmen oder für keinen.“ Der Kreistag entschied sich für Letzteres.

 

Thomas Lang

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