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Borna Elternbeiträge für Kindereinrichtungen in Borna: Außenstände von 26 000 Euro
Region Borna Elternbeiträge für Kindereinrichtungen in Borna: Außenstände von 26 000 Euro
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07:00 26.09.2017
Nicht gezahlte Elternbeiträge für die Betreuung von Kindern in Kindertagesstätten belasten die Bornaer Stadtkasse. Der Fehlbestand lag im Juli bei 26 000 Euro. Quelle: dpa
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Borna

Es ist vielleicht auch eine Frage der Zahlungsmoral. Immerhin fehlten Ende Juli in der Bornaer Stadtkasse Elternbeiträge in Höhe von 26 100 Euro. Geld, das Eltern für die Betreuung ihrer Sprösslinge in den kommunalen Kindereinrichtungen zu zahlen haben. Wer die Beiträge nicht zahlt, muss im schlimmsten Fall mit einer Kündigung rechnen, macht Petra Schröder, seit Jahrzehnten als Kämmerin die Herrin über die Bornaer Finanzen, klar.

Dabei liegen die aktuellen Außenstände in Sachen Elternbeiträgen nicht mehr so hoch wie noch vor zwei, drei Jahren. „Im Jahr 2014 fehlten uns 50 000 Euro“, sagt die Kämmerin. Im Vergleich zum Jahr 2010 eine Verfünffachung der Fehlbeträge. Ein Anstieg, der sich nur bedingt erklären lässt. Dafür aber der Rückgang seither. Seit einem Jahr werden die Vorgaben konsequenter umgesetzt. Heißt: Wenn Eltern ihre Beiträge, in Borna etwa für die neunstündige Betreuung ihres Kindes in einem kommunalen Kindergarten 118,86 Euro, einen Monat lang nicht zahlen, „geht eine Mahnung heraus“. Die fällt schärfer aus, wenn dieser Zustand einen weiteren Monat anhält. Petra Schröder: „Dann kündigen wir auch schon die Vollstreckung an“, was vielleicht etwas mehr als zehnmal im Monat passiert.

Inclusive Kündigung, wie Heide Napierski, Fachdienstleiterin Jugend, Schule, Soziales und Kindertagesstätten im Rathaus, hinzufügt. Die ist in ein, zwei Fällen monatlich die Folge nicht gezahlter Elternbeiträge, für die es unterschiedliche Ursachen gibt. Teilweise kommen „ganz normale Eltern“ in Zahlungsverzug, weil etwa das Konto für eine gewisse Zeit nicht gedeckt ist. Auch Buchungsfehler lassen sich nicht immer ausschließen.

Zudem besteht die Möglichkeit, dass sich Eltern mit finanziellen Schwierigkeiten mit der Bitte um Hilfe an das Jugendamt des Landratsamtes wenden. Eine Offerte, die allerdings bisweilen daran scheitert, dass es Eltern gibt, die zur Bewältigung von Alltagsproblemen wie der ordnungsgemäßen Erledigung ihrer „Geschäfte“ und damit auch der fristgemäßen Zahlung von Elternbeiträgen intellektuell nicht immer in der Lage sind, wie Fachdienstleiterin Napierski durchblicken lässt.

Für die Betreuung der etwa 800 Mädchen und Jungen in den städtischen Kindereinrichtungen hat Kämmerin Schröder in diesem Jahr 632 000 Euro an Elternbeiträgen veranschlagt. Zwar gehört es zur Normalität öffentlicher Haushalte, sämtliche Außenstände einzutreiben. Allerdings weiß Petra Schröder als erfahrene Kämmerin, dass nicht alle Fehlbeträge am Ende doch noch in der Stadtkasse landen. Dennoch sollen die aktuellen Außenstände verringert werden – auf wenigstens 20 000 Euro.

Von Nikos Natsidis

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