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Borna Elternbeiträge in Groitzsch steigen: 2017 werden bis zu 16 Euro mehr fällig
Region Borna Elternbeiträge in Groitzsch steigen: 2017 werden bis zu 16 Euro mehr fällig
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08:00 10.12.2016
Fest zum 50. Geburtstag der Groitzscher Kindertagesstätte „„Spatzennest““: Auch dort müssen Eltern ab dem neuen Jahr mehr zahlen. Quelle: Hartmut Karich
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Groitzsch

Eine echte Debatte um die Steigerung der Elternbeiträge für Kindereinrichtungen in Groitzsch blieb aus – wie erwartet. „Wir haben uns ja nach ausführlichen Beratungen in Ausschusssitzungen und in der Arbeitsgruppe ,Beiträge und Gebühren‘ dafür entschieden“, sagte Bürgermeister Maik Kunze (CDU) am Donnerstagabend in der Stadtratssitzung. „Das gilt auch für den Wechsel von festen Euro-Beträgen hin zu Prozentsätzen und damit gleichbleibenden Anteilen an den Betriebskosten.“ Es sei die erste Erhöhung seit 2011, und sie falle moderat aus. „Wir bleiben laut einer aktuellen Liste aus dem Landkreis im unteren Bereich.“ Bisher hatte Groitzsch die günstigsten Werte aller Kommunen. Die Abgeordneten bestätigten den Entwurf einstimmig.

Ab 1. Januar 2017 beträgt der von den Eltern zu zahlende Anteil in der Kinderkrippe 21 Prozent fürs erste Kind. Bei neun Stunden Betreuung am Tag werden 176,09 Euro fällig (bisher 160 Euro); laut Gesetz möglich sind 20 bis 23 Prozent. Für den Kindergarten wählt Groitzsch mit 25 Prozent die Mitte der erlaubten 20 bis 30 Prozent. Für ebenfalls neun Stunden steuern Vater und Mutter 98,04 Euro (bisher 90 Euro) bei. Im Hort sind bei gleichem Rahmen 27,5 Prozent festgesetzt. Das bedeutet für sechs Stunden Betreuung 62,66 Euro (bisher 55 Euro). Für jedes weitere Kind und bei Alleinerziehenden sind die Werte kleiner. Klar ist: Steigen die Betriebskosten, müssen die Eltern automatisch mehr bezahlen.

„Land und Bund setzen ihre Zuschüsse nur ganz selten hoch“, kritisierte SPD-Stadtrat Lothar Gläser. „Da müsste sich was tun.“ Hingegen lobte er, dass Eltern und (ihre) Firmen trotz steigender Beiträge immer noch für die Kitas spenden. Die anderen Stadträte honorierten dieses Engagement mit Klopfen auf dem Tisch.

„Jubelstürme löst die Erhöhung nicht aus“, hat Bürgermeister Kunze von einer Kita-Leiterin nach einem Elternabend er­fahren. „Aber es werde eingesehen; alles werde teurer.“ Doch dürfe Groitzsch das nicht überstrapazieren. „Schließlich sind günstige Beiträge ein Standortfaktor.“

Von Olaf Krenz

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