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Borna Emotionaler Wechsel in Elstertrebnitz: Despang folgt Zühlke als Wehrleiter
Region Borna Emotionaler Wechsel in Elstertrebnitz: Despang folgt Zühlke als Wehrleiter
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16:26 22.02.2018
Wechsel an der Spitze: David Zühlke (M.) übergibt die Geschäfte an den neuen Wehrleiter Sven Despang (l.) und dessen Stellvertreter Marco Uslaub.  Quelle: Kathrin Haase
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Elstertrebnitz

David Zühlke ist Feuerwehrmann mit Leib und Seele. Aber auch ehrenamtlicher Bürgermeister (CDU) von Elstertrebnitz. „Beides zusammen geht nicht“, sagte der 32-Jährige. Deshalb stand er am Sonnabend bei der Wahl des neuen Ortswehrleiters nicht wieder zur Verfügung. Diesen Posten übernimmt für die nächsten fünf Jahre sein bisheriger Stellvertreter Sven Despang (43), Berufsfeuerwehrmann in Leipzig. Marco Uslaub ist der neue Vize. Weitere Mitglieder im Feuerwehrausschuss sind: David Sebastian, Jens Kupfer, Nils Dykierski, René Nebrich und Michael Gaska.

Als letzte Amtshandlung legte der scheidende Wehrleiter Rechenschaft über die Einsätze und Übungen im Vorjahr ab. Zehnmal war die Hilfe der Elstertrebnitzer Kameraden gefragt: achtmal bei technischen Hilfeleistungen – wie dem Milzbrandverdacht im Januar in Groitzsch, der Beseitigung eines Lecks an einer Gasleitung im Mai und der Beseitigung umgestürzter Bäume im März und Juni – sowie zweimal zur Absicherung von Großveranstaltungen, der Motocross-Rallye Breßlau im Juni und der Baja 300 im Oktober im Tagebau Profen. Dafür leisteten die Einsatzkräfte 944 ehrenamtliche und unentgeltliche Stunden, rechnete Zühlke vor, „wofür ich mich bei allen herzlich bedanken möchte“. Die gesamte Wehr umfasst 47 Kameradinnen und Kameraden mit einem Altersdurchschnitt von 44,2 Jahren; weitere 16 Mitglieder sind in der Jugendfeuerwehr unter der Leitung von René Nebrich und Sindy Siebrandt organisiert.

Für Brandinspektor David Zühlke wurde der Abschied sehr emotional. Landrat Henry Graichen (CDU) und die Amtsleiterin für Brandschutz, Carola Schneider, dankten dem scheidenden Chef für seinen selbstlosen und umsichtigen Einsatz. Wie auch die Elstertrebnitzer Kameraden und insbesondere die Jugendfeuerwehr. Mit einem Gedicht erinnerten sie an die Eckpfeiler seiner zehn Jahre als Leiter. Großbrände, Verkehrsunfälle, Hochwassereinsätze, die Großübung Flugzeugabsturz und das „Puddingpulverjahr 2014“ – gemeint waren die Einsätze wegen des Verdachts auf Milzbranderreger in Groitzsch – sind mittlerweile in die Geschichte eingegangen. Doch Zühlke bleibe der Wehr erhalten, betonte Graichen. „Etwas Besseres kann einer Gemeindefeuerwehr gar nicht passieren, als wenn ihr Wehrleiter a. D. zugleich der neue Bürgermeister ist. Er kennt sich ja bestens aus.“

Von Kathrin Haase

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