Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Borna Ende einer langen Legislaturperiode
Region Borna Ende einer langen Legislaturperiode
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:20 19.05.2015
Die letzte Kreistagssitzung in der Kulturscheune des Klosters Nimbschen. Quelle: Klaus Peschel

Ungewöhnlich war die Amtszeit aus mehreren Gründen. Verantwortlich dafür waren Entscheidungen in der Landeshauptstadt. Mit dem 1. August 2008 trat die Sächsische Kreis- und Verwaltungsreform in Kraft, aus Landkreis Leipziger Land und Muldentalkreis wurde auf Beschluss des Landtages der Landkreis Leipzig. Da die vorherigen Kreistage zu jenem Zeitpunkt jeweils nur vier Jahre im Amt gewesen waren, erhielt das neue Kreisparlament einen Aufschlag: Die Damen und Herren Kreisräte, die sich gestern Abend zur Sitzung trafen, durften ausnahmsweise sechs Jahre amtieren.

Die ungewöhnliche Amtszeit war aber nicht die einzige Auswirkung der Dresdener Entscheidung. Auch auf die inhaltliche Arbeit hatte sie erheblichen Einfluss. "Die Anfangsphase war geprägt vom Zusammenwachsen der beiden ehemaligen Landkreise", erinnert sich Landrat Gerhard Gey (CDU). Nicht nur die Kreise, auch das Parlament musste sich 2008 neu finden. Manch politisches Scharmützel wurde schärfer ausgetragen, als es im zuvor gewohnten Umfeld üblich gewesen war. Die Aufgaben, die es zu meistern galt, seien auch nicht einfach gewesen, so Gey. Kreisrecht musste angepasst werden, die Verwaltung musste aus Dresden delegierte Aufgaben übernehmen, in der Abfallentsorgung galt es ein einheitliches System für den ganzen Landkreis zu finden - dieses und vieles mehr habe für erhebliche Herausforderungen gesorgt. Doch trotz der schwierigen Geburt des neuen Kreises und einer sicher emotionalen Anfangsphase im Kreistag hätten sich die Wogen aus seiner Sicht deutlich geglättet und es seien wichtige Dinge auf den Weg gebracht worden. Explizit nannte Gey die neue Wirtschaftsförderung gemeinsam mit Stadt Leipzig und Landkreis Nordsachsen, eine neue Tourismusstruktur, die Neustrukturierung des kommunalen Verkehrsunternehmens PVM oder die Neugestaltung der Abfallwirtschaft mit dem modernen Entsorgungszentrum in Cröbern. Zudem seien über 44 Millionen Euro in den Hochbau mit Schwerpunkt auf den Berufsschulzentren und 32 Millionen Euro in den Bau von Kreisstraßen investiert worden. Der Landrat vergaß auch nicht zu erwähnen, dass die Flutkatastrophe 2013 mit einer Schadenssumme von 232 Millionen Euro für den Landkreis eine besondere Herausforderung dargestellt habe.

"Der Landkreis Leipzig ist ein attraktiver Wohn- und Lebensstandort mit guter Infrastruktur", zog Gey als Fazit für die vergangenen fast sechs Jahre. Er besitze den Vorteil einer günstigen Lage und der Nähe zu einem attraktiven Oberzentrum Leipzig. "Der regionale Gedanke und das regionale Verständnis sollten auch die künftige Arbeit im Kreistag bestimmen." Heinrich Lillie

iWer in der Borna-Geithainer Region für den kommenden Kreistag kandidiert, lesen Sie in unserem Spezial auf Seite 29.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 08.05.2014
Heinrich Lillie

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Firma Lekkerland errichtet ein neues Logistikzentrum in Borna. Wie das Unternehmen mit Sitz in Frechen. Sie will bereits im nächsten Jahr den Betrieb auf dem Gewerbegebiet Borna-Ost aufnehmen.

19.05.2015

Der am 14. April gegründete Verein "Lokale AktionsGruppe Südraum Leipzig", kurz LAG, hat vorgestern Abend im Pegauer Volkshaus sein diesjähriges Arbeitsprogramm und den Haushaltsplan beschlossen.

19.05.2015

Die Anpassung der ThüSac-Stadtbusse an den Fahrplan der Deutschen Bahn bedeutet für Schüler eine Verschlechterung. Davon ist LVZ-Leserin Anke Illing überzeugt.

19.05.2015
Anzeige