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Endlich: Stadtbibliothek zieht ins Napoleonhaus

Endlich: Stadtbibliothek zieht ins Napoleonhaus


Das schöne Haus atmet Historie. Der Kaufmann Richter ließ es Mitte des 18. Jahrhunderts auf der Stelle des ersten Rathauses errichten.

. Napoléon Bonaparte übernachtete darin am 3. Mai 1813 nach der Schlacht bei Großgörschen und im Oktober des gleichen Jahres ruhte Zar Alexander I. in einem der Betten dieses Hauses. Daher ist es berühmt und soll auch weiterhin in Pegau eine wichtige Rolle spielen. Die derzeit beengte Stadtbibliothek wird in die geräumigen Zimmer des ersten Stockes ziehen – noch dieses Jahr.

So plant es Gunther Grothe, Bauamtsleiter der Stadt. In der Etage ist noch allerhand zu tun: Trockenbau, Fußboden, Elektroarbeiten, Innentüren, Fliesenverlegung, Treppen und Malerarbeiten. „Das ist nicht ganz wenig", meint der Amtsleiter. Doch die 260 000 Euro, die all dies kosten wird – und die zum Großteil aus einem Fördertopf stammen – seien sicher.

Eigentlich sollten Kinder, Erwachsene und Senioren schon seit Monaten ihre Bücher, CDs und DVDs im Napoleonhaus ausleihen. „Wir haben nicht damit gerechnet, dass es so lange dauert und so viel kostet", meinte Grothe. Geplant war die Sanierung für weniger als eine Million Euro. Derzeit würden die Kosten bei 1,4 Millionen liegen. Grund dafür seien aber keine Fehler bei der Planung, sondern die Tücken eines alten Hauses.

„Obwohl wir vorab Untersuchungen gemacht haben, zeigte sich vor allem bei den Dacharbeiten, dass der Sanierungsbedarf viel größer ist. Das sieht man aber vorher nicht, sondern erst beim Freilegen", so der Amtsleiter. An 70 Prozent der Holzbalken musste Hand angelegt werden. Die Bauzeit zog sich immer mehr in die Länge. Seit vier Jahren baut die Stadt nun schon an ihrem Napoleonhaus.

Und auch wenn die Bibliothek dort residiert, ist noch kein Ende abzusehen. Im Erdgeschoss wartet der komplette Innenausbau. „Ob wir das 2013 oder erst 2014 machen, wissen wir noch nicht", sagte Gunther Grothe. Das Haus sei für die Stadtbibliothek saniert worden – mit dem Umzug ist dieses Ziel erreicht. Wenn andere Bauaktion wie eine wichtige Straßensanierung in Pegau oder den Ortsteilen drängen, muss das historische Haus noch auf seine Vollendung warten.

Claudia Carell-Domröse

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