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Borna Endspurt in im Gerätehaus von Glasten – das neue Löschfahrzeug rollt an
Region Borna Endspurt in im Gerätehaus von Glasten – das neue Löschfahrzeug rollt an
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18:00 24.10.2017
Quelle: Jens Paul Taubert
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Bad Lausick/Glasten

Trockenbau, Putzarbeiten, Fenstereinbau, Verlegung von Stromkabeln, Herrichtung des Sanitärbereichs: Mehr als 1000 unentgeltliche Arbeitsstunden stehen inzwischen auf dem Konto der Glastener Feuerwehr-Kameraden. Unterstützt durch viele aus dem Dorf, sind sie seit dem Frühjahr in ihrer Freizeit dabei, das Depot umzubauen und zu modernisieren. Das ist nötig, um für die Ehrenamtlichen endlich akzeptable Bedingungen zu schaffen – Duschen, Toiletten, Lagermöglichkeiten für die Ausrüstung, eine Absaug-Einrichtung für die Autoabgase. Vor allem aber braucht das neue Fahrzeug Platz, das im November geliefert werden soll und das den Brandschutz im Dorf deutlich verbessert. Auf rund 70 000 Euro veranschlagt die Stadt Bad Lausick die Investitionen am Depot. Ehrgeiz der Glastener ist es, diese Kosten durch ihr Engagement zu drücken. Damit das möglich ist, steuerten Freunde und Förderer 8000 Euro für Material bei. Im Dorf selbst wurden bisher 6500 Euro Spenden gesammelt. Außerdem stehen neue Spinde für die ordnungsgemäße Unterbringung der Einsatzbekleidung abholbereit in Bad Lausick – und warten darauf, dass der Umbau abgeschlossen wird.

Dass die Bauarbeiten nach einem beherzten Beginn im Sommer ins Stocken gerieten, lag nach Angaben von Bürgermeister Michael Hultsch (parteilos) an einer späten Bereitstellung der Fördermittel für den Bereich Sanitär. „Der Bescheid ist inzwischen da, die Aufträge sind ausgelöst“, sagt er. Die Fördersumme liegt bei 11 000 Euro. Daran sei ersichtlich, das der Umbau des Gerätehauses ohne den Einsatz der Glastener gar nicht zu stemmen gewesen sei: „Das ist ein großes Pfund. Anders hätte es nicht funktioniert.“ Jetzt beginne der Bau der abflusslosen Grube, auch das neue Tor werde in den nächsten Tagen montiert. Außerdem sind Innentüren und die Elektroheizung zu montieren. „Bis zur feierlichen Übergabe des neuen Fahrzeugs, die am 1. Dezember stattfinden soll, haben wir das meiste fertig.“

Aber nicht alles, was wünschenswert wäre, stellt Stadtwehrleiter Tim Barczynski klar, der sich als Glastener selbst maßgeblich in den Umbau einbringt. „Außenputzanpassung und frische Farbe auf die Außenwand würden das Gesamtbild abrunden, doch das können wir aufgrund chronischer Unterfinanzierung nicht auch noch realisieren“, sagt er. Man sei froh, wenn noch anderes Nötiges wie Einrichtungsgegenstände für eine kleine Teeküche, Schränke für Sanitärartikel und Geschirr, ein Tisch, ein Schreibtisch und Stühle über weitere Sachspenden beschafft werden könnten. Und natürlich wären auch ein Telefonanschluss und ein Internetanschluss für das Depot kein unverschämter Luxus. Die Kameraden aber seien froh, dass den Umbau über die Bühne gebracht zu haben. Er sei Voraussetzung für die Anschaffung des 172 000 Euro teuren Löschfahrzeuges, das die Schlagkraft der Wehr deutlich erhöhe. Weil das Fahrzeug, für dessen Kauf die Stadt 120 000 Euro Fördermittel erhalte, Wasser an Bord habe, könne man schneller an de Brandbekämpfung gehen, so Barczynski: „Das Problem der unzureichenden Löschwasserversorgung in manchen Bereichen ist aber damit nicht gelöst.“

Von Ekkehard Schulreich

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