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Sporthalle Borna-Ost mit Überraschung: Fenster vor zehn Jahren falsch eingebaut

Tag der offenen Baustelle Sporthalle Borna-Ost mit Überraschung: Fenster vor zehn Jahren falsch eingebaut

Die energetische Sanierung der Sporthalle Borna-Ost läuft auf Hochtouren. Den Tag der offenen Baustelle am Sonnabend nutzten vor allem die Sportvereine, um sich über den aktuellen Stand zu informieren und noch Wünsche abzugeben.

Die Fassade wird in wenigen Wochen fertig sein, auch innen laufen die Maßnahmen zur energetischen Sanierung auf Hochtouren.

Quelle: Julia Tonne

Borna. Ein passender Raum für das Kampfgericht, der richtige Platz für die Sprossenwände und eine sinnvolle Umgestaltung der Duschräume: Beim Tag der offenen Baustelle in der Sporthalle Borna-Ost tauchten am Sonnabend einige Fragen auf, die in den kommenden Wochen noch zu klären sind. Vor allem Vertreter von Vereinen nutzten die Möglichkeit, sich über den Fortschritt der energetischen Sanierung zu informieren und noch den einen oder anderen Wunsch zu äußern.

Mario Frommhold vom gleichnamigen Bornaer Ingenieurbüro führte am Vormittag rund 50 Besucher durch die Halle, die innen jetzt vollständig entkernt ist und von außen bis Oktober eine neue Fassade erhält. Im März erst soll die energetische Sanierung abgeschlossen sein, bis dahin müssen sich die Sportler noch gedulden und heißt es: Training draußen, solange es das Wetter zulässt, oder Ausweichen in andere Hallen. Die derzeitige Sanierung umfasst laut Frommhold nicht nur die Fassade, auch die Heizungsanlage wird komplett erneuert. So werde in knapp drei Wochen eine Deckenstrahlheizung installiert, die nicht nur ballwurfsicher sei, sondern zudem eine integrierte Beleuchtung enthalte. Trennwände machen schließlich aus der Sportstätte eine Drei-Felder-Halle. Etwa drei Millionen Euro kostet die energetische Sanierung der Halle, die Hälfte davon kommt aus dem Topf für Sportförderung, die andere von der Stadt selbst.

Für eine Überraschung sorgten während der Baumaßnahmen die Fenster an der Tribünenfront. Sie waren bei der letzten Sanierung vor zehn Jahren schlicht falsch herum eingebaut worden, „weshalb auch klar war, warum es immer reingeregnet hat“, sagte Oberbürgermeister Simone Luedtke (Die Linke). Auch die Lüftungsanlage funktionierte nicht, „Frischluft gab es nur durch eben die falsch eingebauten Fenster“. Die neuen Scheiben stehen schon bereit, sind sie eingesetzt, werde die Zirkulation über Zu- und Abluft gesteuert.

Jörg Semper, Vorsitzender des Bornaer Handballvereins, war am Sonnabend beim Anblick der Sporthalle sichtlich schockiert. „Das ist schon heftig“, sagte er. Die Trainingsstunden der Handballer mussten in den vergangenen Monaten deutlich kürzer ausfallen, Spiele nach Nord verlegt werden. Und das könnte noch schlimmer werden, wenn unter anderem die Fußballer und Tennisspieler ab November ihr Training in die Hallen verlegen. „Schon jetzt ist es eng, sind die Kapazitäten ausgeschöpft“, machte er deutlich. Denn derzeit müssten ja auch die Nutzer der Halle Ost ausweichen, und das sind neben den Handballern unter anderem auch die Basketballer, Badminton-, Hockey- und Volleyballspieler.

Auch der Rassekaninchenzuchtverein (RKZV) S 33 Borna muss sich in diesen Wochen nach räumlichen Alternativen umsehen, denn Schauen können derzeit hier nicht stattfinden. „ Und einige Veranstaltungen mussten wir schon absagen, weil andere Vereine nicht herkommen wollten, wenn wir in der LPG-Halle untergebracht sind“, betonte Rainer Gröger, stellvertretender Vereinsvorsitzender. Er hofft, dass wenigstens das Kaninhop-Turnier im Februar hier ausgetragen werden kann. Luedtke geht jedoch davon aus, dass das nicht klappt, „aber wir finden eine Lösung“, versprach sie Gröger.

Henry Kunze vom SV Blau-Gelb Borna hofft, dass einige Änderungswünsche noch umgesetzt werden können. So mahnte er an, einen Raum für Kampfgerichte zu schaffen und über den Platz der Sprossenwände noch einmal nachzudenken. Denn die seien laut Kunze derzeit dort angedacht, wo er den optimalen Platz für das Gericht sieht. „Auch das werden wir noch klären“, sagte die Rathauschefin. Bereits im Vorfeld der Sanierung hatte es Gespräche zwischen Vereinen, Verwaltung und Planern gegeben, um optimale Bedingungen zu schaffen. So können sich zum Beispiel die Hockeyspieler zukünftig über helleres Licht freuen, „denn das brauchen wir, um den kleinen Ball verfolgen zu können“, so Kunze.

Von Julia Tonne

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