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Borna Entscheidende Unterschriften unter dem Fahrplan
Region Borna Entscheidende Unterschriften unter dem Fahrplan
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14:32 19.05.2015
Drei Bürgermeister, zwei Verträge in je vier Exemplaren: Marika Nowak (parteilos/Deutzen), Henry Graichen (CDU/Neukieritzsch, links) und Wolfram Lenk (Linke/Regis-Breitingen) bestätigten in der Deutzener Gemeindeverwaltung den Fahrplan für das künftige Miteinander. Quelle: Thomas Kube

Der soll zum 1. Juli erfolgen. Zugleich eröffnet er Regis-Breitingen die Chance, sich mittelfristig, auf den Zeitraum eines Jahrzehnts hin, ebenfalls mit Neukieritzsch zusammenzutun. Und damit im Südwestzipfel des Landkreises Leipzig eine starke, ländlich geprägte Kommune zu bilden - als Alternative zu einer anderenfalls wohl wahrscheinlichen Fusion mit der Kreisstadt Borna.

"Im März vor acht Jahren haben wir im Deutzener Gemeinderat darüber gesprochen, dass ein Zusammengehen mit Neukieritzsch über kurz oder lang zu einem Thema werden würde", sagte Bürgermeisterin Marika Nowak (parteilos). Dass dieser Prozess derartig langwierig werden würde, war kaum abzusehen. Doch die mit aktuell 5,8 Millionen Euro verschuldete und in puncto Investitionen beinahe handlungsunfähige Kommune musste erst die seit 1991 bestehende Verwaltungsgemeinschaft mit Regis-Breitingen auflösen. Das ist nun möglich.

"Wir haben mit Deutzen und für Deutzen viel gemacht", sagte der Regiser Bürgermeister Wolfram Lenk (Linke). Deshalb lasse man Deutzen nur ungern ziehen, doch "man kann das ja nicht ewig in der Schwebe lassen". Regis-Breitingen gerate nun deutlich unter die wichtige Marke von 5000 Einwohnern. Doch Lenk hält im Laufe der nächsten zehn Jahre eine Fusion seiner Kommune ebenfalls mit Neukieritzsch für machbar und erstrebenswert: "Wir sind zuversichtlich, dass das zu einer geballten Macht im ländlichen Raum führt."

"Wir haben uns seit 2007 wohl überlegt, ob wir diesen Schritt gehen", sagte der Neukieritzscher Bürgermeister Henry Graichen (CDU) mit Blick auf die Eingemeindung Deutzens. Doch habe man mit der Aufnahme Lobstädts 2008 Erfahrungen gesammelt und sich jetzt "so gut wie möglich vorbereitet". Ab 1. Juli gehe es darum, konzentriert den Investitionsstau in Deutzen abzuarbeiten. "Dass das nicht ohne Förderung geht, steht fest. Da lassen wir den Freistaat nicht aus der Pflicht", so Graichen.

Morgen Abend will der Deutzener Gemeinderat Schwerpunkte bei den Investitionen skizzieren. Obenan steht der Ausbau eines Teils der August-Bebel-Straße, der 2015 geschehen soll. Der Gemeinderat, der am 25. Mai gewählt wird, übernimmt später im Neukieritzscher Rat und als Ortschaftsrat Verantwortung. Im Sommer planen Nowak und Graichen ein kleines Fest, um den Zusammenschluss beider Kommunen zu begehen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 11.03.2014
Ekkehard Schulreich

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