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Borna Entsorgt: Krebs im Bornaer Wald
Region Borna Entsorgt: Krebs im Bornaer Wald
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17:31 07.05.2018
Einen riesigen toten Krebs hat der Bornaer Joachim Lützner im Wald gefunden. Quelle: privat
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Borna

Plastiktüten, alte Autoreifen und Kühlschränke gehören ja fast schon zum guten Ton bei Müllhaufen in Borna. Selbst Pflanzen aus anderen Klimazonen haben so schon Eingang in unsere Vegetation gefunden. Doch was Joachim Lützner bei einem Spaziergang in Alt-Witznitz gefunden hat, ist mehr als ungewöhnlich.

Krebs aus der Nordsee

Ausgebreitet auf einer Zeitung hinterließ jemand einen Taschenkrebs. Der Cancer pagurus, so der lateinische Name, komme laut der Ökologischen Station Borna-Birkenhain eigentlich ausschließlich in Salzwasser, insbesondere in der Nordsee vor. „Vielleicht wollte jemand ausprobieren, wie er schmeckt, fand ihn aber nicht so lecker“, vermutet ein Mitarbeiter.

Immer wieder Müll in der Natur

Was Lützner kritisiert, ist aber nicht nur der weggeworfene Krebs, sondern auch ein riesiger Abfallhaufen im Wald nahe der Kell in der Deutzener Straße. „Unglaublich, was die Leute alles in der Natur entsorgen“, sagt er. Dabei sei die Kell kaum hundert Meter vom Wertstoffhof entfernt. Es könne doch nicht zu viel verlangt sein, seinen Müll dort abzuliefern.

In den vergangenen Wochen haben sich immer wieder Bilder von Abfallhaufen im gesamten Stadtgebiet gehäuft. „Das ist leider mittlerweile gang und gäbe. Dass dadurch aber auch die Müllgebühren steigen, scheint vielen nicht klar zu sein“, heißt es dazu aus der Stadtverwaltung.

Von Julia Tonne

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