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Entwicklungskonzept für Regis-Breitingen wird aktualisiert

Stadtratsbeschluss Entwicklungskonzept für Regis-Breitingen wird aktualisiert

Der Stadtrat von Regis-Breitingen hat die Weiterführung des integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (Insek) beschlossen, welches in den Jahren 2008/09 erstmals für die Kommune aufgelegt worden war. Dies ist zum einen eine Bestandsanalyse, zum anderen werden Aufgaben für die künftige Stadtentwicklung formuliert.

Winterlicher Blick auf den Markt von Regis-Breitingen.

Quelle: Udo Zagrodnik

Regis-Breitingen. Es kann sich einiges verändern in einem guten halben Jahrzehnt. Die Einwohnerzahl von Regis-Breitingen ist weiter geschrumpft, die Verwaltungsgemeinschaft mit Deutzen existiert nicht mehr und die Finanzsituation „ist nicht mehr so prekär wie damals“, auch wenn es immer noch „wenig Handlungsspielraum“ gebe. Das sagte Joris Schofenberg von der Kommunalentwicklungsgesellschaft Mitteldeutschland (KEM) in der Pleißestadt zu Beginn einer Diskussion im Stadtrat über die Weiterführung eines sogenannten integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (Insek), welches in den Jahren 2008/09 erstmals für die Stadt aufgelegt worden war. Jetzt hat der Stadtrat die Fortschreibung des Konzeptes beschlossen.

Dies ist zum einen eine Bestandsanalyse, zum anderen werden davon ausgehend Aufgaben für die künftige Stadtentwicklung formuliert. Wobei die Planer von KEM zwar Konsolidierungsbedarf in der Kernstadt von Regis-Breitingen sehen, die Defizite aber nicht so groß sind, dass von einem Umstrukturierungsgebiet gesprochen werden müsste. Was letztlich Auswirkungen darauf hat, wie groß die Aussichten sind, für Maßnahmen der Stadtentwicklung Fördermittel zu bekommen. Die gibt es zuerst für Städte, wo der Nachhole- und Umbaubedarf besonders groß ist.

Wobei Schofenberg darauf hinwies, dass auch das, was Regis-Breitingen aufgrund des Insek unternehmen sollte, größtenteils nur mit Unterstützung durch Fördermittel möglich sein dürfte. Beispielsweise die Ausweisung und Erschließung neuer Flächen für Wohnungsbau, was trotz oder gerade wegen der weiterhin sinkenden Einwohnerzahl auf der Agenda steht. Denkbar dafür seien zum Beispiel Teile des Gewerbegebietes Nord, wo die eigentlich für wirtschaftliche Ansiedelungen vorgesehenen Flächen seit Jahren leer bleiben. Auch über einen zweiten Bauabschnitt im Wohngebiet am Wäldchen sollte nachgedacht werden, empfiehlt das Büro KEM.

Unter den Aufgaben für die Stadtentwicklung sind auch solche, die schon 2008 ins Konzept geschrieben worden waren und deren Umsetzung bis heute nicht gelang. Nur am Rande erwähnte Schofenberg in dem Zusammenhang die städtische Internestseite, die nach wie vor etwas altbacken und unübersichtlich daherkommt. Viel stärker fällt dagegen ins Gewicht, das es nach wie vor an einem „multifunktionalen und attraktiven Ortszentrum“ mangelt. Im Konzept finden sich darüber hinaus auch langfristige Aufgaben wie die Abwehr der Folgen des Grundwasseranstieges oder der Erhalt eines Oberschulstandortes im ländlichen Raum. Für den Fall, dass die Schule nicht in Regis-Breitingen angesiedelt sein wird, ist im Konzept die Idee verankert, einen Teil der jetzigen Oberschule zu einem Vereins- und Freizeitzentrum zu machen.

Die wenigsten Defizite sieht das Insek bei den Ortsteilen Hagenest, Ramsdorf und Wildenhain. Die gelten als „konsolidierte Gebiete“, für die als strategische Aufgabe formuliert wird: „Erhaltung des gehobenen dörflichen Charakters der Ortsteile“.

Von André Neumann

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