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Borna "Er ist immer da, wenn wir ihn brauchen"
Region Borna "Er ist immer da, wenn wir ihn brauchen"
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14:10 19.05.2015
Ohne "Siggi" läuft im Volkshaus Pegau nichts: Siegmar Schiebold, der Techniker seit zehn Jahren. Quelle: Peter Krischunas

Die Rede ist von Siegmar Schiebold, den hier alle Siggi nennen. Der Rentner hilft seit der Eröffnung des Hauses vor zehn Jahren stundenweise als Techniker aus. Er kümmert sich um die Vorbereitungen für Veranstaltungen, um die Wartungstermine bis hin zum alljährlichen Tüv. "Und er ist immer da, wenn wir ihn brauchen", lobt Bader in höchsten Tönen.

"Eine Hand wäscht die andere", winkt Siggi ab. Er kann der Stadt helfen. Gleichzeitig ist das Volkshaus Pegau fast schon seine Wohnstube. Hier wie auch im Groitzscher Volkshaus trat der 73-Jährige als Alleinunterhalter seit Ende der 1960er Jahre auf. Hier wurde er auch zum Haustechniker des Pegauer Karnevalsvereins berufen, als der damalige Tontechniker Friedrich Eberhard plötzlich krank wurde.

Als junger Mann verdiente sich Schiebold als Traktor- und Landmaschinenschlosser in der Maschinen-Ausleih-Station (MAS) in Nöthnitz seine Brötchen. Doch Ton-, Licht- und Filmtechnik waren schon immer sein Ding. Bereits im frühen Alter von zehn Jahren führte er Filme in den Sälen des Umlandes von Groitzsch, seinem Heimatort, vor. "Die Technik hat mich damals schon begeistert und nicht mehr losgelassen", schwärmt Siegmar Schiebold. Deshalb hat er sich neben seinem ersten Beruf gleich einen zweiten zugelegt, Rundfunk-Fernsehmechaniker von der Pieke auf gelernt. Damit verfügt er heute über Erfahrungen, die ihn auch in sehr stressigen Situationen hinter der Bühne des Volkshauses nicht so schnell aus der Ruhe bringen. "Ich beherrsche die Technik aus dem FF", so der Rentner. Er legt auch viel Wert auf ein gutes Miteinander mit den Kollegen, aber auch mit den Künstlern, die hier auftreten. Er lernte unter anderem bekannte Leute wie Tom Pauls mit dem Zwinger Trio, die Randfichten, Sängerin und Schauspielerin Katrin Weber und Entertainer Günther "Günthi" Krause (verstorben) näher kennen und schätzen. Mit dem einen oder anderen aß er vor Veranstaltungsbeginn oder nach der Probe hinterm Vorhang Stollen mit einem Tässchen Kaffee. "Fast alle sind auch sympathische Zeitgenossen", meint Schiebold.

Außer einen, den er bis heute nicht ab kann. "Jürgen von der Lippe ging mir wirklich gegen den Strich", meint Siegmar Schiebold und legt die Stirn in Falten. "Arrogant und selbstverliebt. Das ist nicht mein Ding", so der Techniker.

Seit zehn Jahren ist er nun dabei. Ab Mitte 2015 soll dann wirklich Schluss sein. "Dann übernimmt ein Jüngerer, den ich schon angelernt habe", sagt Schiebold. Es handele sich laut Schiebold und Sabine Bader um ein Mitglied des Karnevalvereins Pegau. Der Name soll erst bekannt gegeben werden, wenn alles in Sack und Tüten ist.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 21.11.2014
Peter Krischunas

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