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Borna Erben verlässt das Böhlener Orchester
Region Borna Erben verlässt das Böhlener Orchester
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15:25 19.05.2015
Der Chefdirigent des Leipziger Symphonieorchesters Frank-Michael Erben wird seinen Vertrag nicht verlängern. Quelle: LSO

Es sei "eine etwas überraschende Information" gewesen, sagte der LSO-Geschäftsführer Hans-Ulrich Zschoch gestern auf Anfrage und bedauerte diese Entscheidung Erbens, die vermutlich "gut überlegt" sei. Über dessen Beweggründe wolle er nicht spekulieren.

Der Chefdirigent habe die Musiker bereits vor 14 Tagen über seine Absicht, seinen Zweijahresvertrag nicht zu verlängern, informiert. Im Anschluss an eine Informationsveranstaltung, bei der es um das Programm und die Probenplanung ging, habe er seine Entscheidung mitgeteilt. "Es war so nicht abzusehen" - die Musiker hätten es schweigend aufgenommen.

Tatsache ist: Beim Festkonzert zum 50. Geburtstag des Orchesters Ende September im Kulturhaus Böhlen wirkte der 48-Jährige erstmals gestresst, irgendwie abwesend, unzufrieden. Der Glanz, den er versprühte, wenn er das Pult des Großes Saals betrat, war an diesem Tag trotz voller Reihen nicht wie gewohnt zu sehen. Das Publikum erlebte ein Konzert, das nicht ganz stimmig war.

Für das Orchester ist die angekündigte Trennung schade. Erben, der als Erster Konzertmeister des Gewandhausorchesters und Primarius des Gewandhausquartetts einen Namen hat, war und ist ein Gewinn für die weitere musikalische Entwicklung des Klangkörpers. Der neunte Chefdirigent setzte eigene Akzente und konnte international anerkannte Spitzenmusiker als Solisten für das LSO verpflichten. Stars, die vor seinen Anrufen gar nicht wussten, wo Böhlen liegt...

Ohne Starallüren ging er auf sein Publikum zu. Bei der Präsentation der Spielzeit im Oktober 2012 erlebten die Besucher eine Sternstunde Erbens, der zwanglos über seine Leidenschaft, die Musik, plauderte und Wünsche formulierte. 2013 gibt es keine Präsentation.

Mit einem Wechsel nach fünf Jahren hat das Orchester Erfahrung. Vorgänger Markus Huber wechselte nach eben dieser Zeit, dessen Vorgänger Ruben Gazarian noch etwas früher. Die Stelle des Chefdirigenten werde in der Fachzeitschrift "Das Orchester" ausgeschrieben, so Zschoch. In Stellenmärkten der Branche wird nach einem Nachfolger gesucht. Bis Ende Dezember läuft die Bewerbungsfrist. Wenn die Unterlagen gesichtet sind, soll es "im Frühjahr Probedirigate geben", blickt LSO-Manager Zschoch auf eine arbeitsintensive Zeit voraus. Beim letzten Mal hatte es knapp 200 Bewerbungen für die Stelle des Chefdirigenten gegeben.

Saskia Grätz

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 30.10.2013
Grätz, Saskia

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