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Borna Erfolgsgeschichte "Offenkundig"
Region Borna Erfolgsgeschichte "Offenkundig"
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15:41 08.07.2010
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. Für viele Besucher ist die Borna-weit einzigartige Einrichtung längst unverzichtbar geworden, was auch und vor allem am besonderen Umgang mit den Besuchern liegt.

Wer ins „Offenkundig" kommt, kann Gesprächspartner finden. Oder Leute, die zuhören können. Das kostet nichts, gehört aber sozusagen zum Angebot des Hauses, in dem es selbstverständlich auch Kaffee, Tee oder Bier sowie kleine Speisen gibt. Das dürfte zu den Erfolgsgeheimnissen des Cafés gehören, das es seit nunmehr knapp drei Jahren gibt. Die Zukunft des „Offenkundig" ist für ein weiteres Jahr gesichert, wie Regina Voigt, die rührige Vorsitzende des Trägervereins, sagt. Ausschlaggebend ist nicht der Gewinn, wohl aber die Tatsache, dass es den ehrenamtlichen Betreibern, eben dem Verein, seit zweieinhalb Jahren gelungen ist, die 100 Euro Mietkosten zu erwirtschaften. Die entsprechende Ausfallbürgschaft, die die evangelische sowie die Freie evangelische Gemeinde und der evangelische Kirchenbezirk ansonsten hätte aufbringen müssen, war die nicht nötig geworden. Das war sozusagen die materielle Grundlage für die Verlängerung des Mietvertrages.

Wobei ein weiterer Aspekt zumindest ebenso entscheidend scheint: der Zuspruch, den das Café seit seiner Öffnung erfährt. Zwischen fünf und 20 Gästen kommen an normalen Tagen, bei Veranstaltungen durchaus auch einmal 30, die dann auch schon zusammenrücken müssen. Stellen sich Prominente wie Landrat Gerhard Gey oder Oberbürgermeisterin Simone Luedtke in Gesprächsrunden, die meist von Superintendent Matthias Weismann omderiert werden, ist das „Offenkundig" auch noch voller.

Es kommen aber auch Besuchergruppen, die eine Besichtigung der Emmauskirche am Martin-Luther-Platz ausklingen lassen. Oder eine Damenrunde, die sich einmal in der Woche trifft und dann über Gott und die Welt diskutiert.

Gott und die Welt, das ist auch das, was die „Offenkundig"-Macher – 25 Vereinsmitglieder und dreimal so viele ehrenamtliche Helfer – zusammenbringen wollen. Vereinschefin Voigt spricht mit Bezug auf das Café von einem „niederschwelligen Angebot" an Leute, die sich schwer tun würden, in eine Kirche zu gehen.

Dennoch ist es kein Geheimnis, dass vier Fünftel der Besucher einen kirchlichen Hintergrund haben. Und natürlich gibt es entsprechende Veranstaltungen wie etwa einen Bibelkreis. Oder das sonntägliche Mittagessen für Leute, die ansonsten weitgehend allein sind. Das alles ist allerdings nur möglich durch das Engagement der ehrenamtlichen Mitarbeiter, die sich ebenso um die Sauberkeit kümmern wie um einen Schoppen Lutherschluck, den speziellen Wein im „Offenkundig". Dass demnächst, am Montag, ferienbedingt seine Pforten schließt. Mit Beginn des nächsten Monats ist dann wieder mindestens an fünf Wochentagen geöffnet.

Nikos Natsidis

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