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Erfolgsprojekt und bleibende Lücke

Erfolgsprojekt und bleibende Lücke

Zwei ambitionierte Projekte, von denen aber nur eins umgesetzt wird. Während das neue Gebäude in der Wettinstraße, das die Bornaer Wohnbau- und Siedlungsgesellschaft (BWS) dort seit einem knappen Jahr baut, demnächst bezugsfertig ist, bleibt der Lückenschluss in der Kirchstraße vorerst nur eine Idee.

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Das wird nichts: Die Lücke in der Kirchstraße 6 bleibt auf absehbare Zeit unbebaut. Die BWS will hier eine Grünfläche anlegen. Fotos (2): Thomas Kube

Quelle: Thomas Kube

Borna. Der Bau wäre zu teuer.

Der Neubau in der Wettinstraße hat schon so etwas wie einen Spitznamen. "Die Leute reden vom Zickzackhaus", hat BWS-Geschäftsführer Sören Uhle festgestellt. Immerhin hat das Gebäude, dessen Bau 1,2 Millionen Euro kostet, eine äußerst markante Fassade mit sozusagen versetzten Balkons. Nicht die einzige Besonderheit in dem Gebäude, das aus dem üblichen Bornaer Rahmen fällt: Im Obergeschoss entstehen zwei Maisonettewohnungen mit mehr als 100 Quadratmetern, darunter sind drei Wohnungen mit jeweils 120 Quadratmetern vorgesehen - mit gehobener Ausstattung, was den Mietpreis von 6,80 bis sieben Euro pro Quadratmeter erklärt.

Für die drei riesigen Wohnungen gibt es bereits Interessenten, so dass der erste Mietvertrag in Vorbereitung ist, sagt der BWS-Chef. Bemerkenswert sei, dass sich weniger Familien mit Kindern als Senioren für die Wohnungen interessieren. Es handle sich um ältere Menschen aus dem Bornaer Umland, die altersbedingt ihre Eigenheime aufgeben und nun nach einer ordentlichen Stadtwohnung suchen, die sie in der Wettinstraße, auf halbem Weg zwischen Markt und Bahnhof, finden. Die Fertigstellung des Neubaus, mit dem im Mai 2013 begonnen wurde, ist für August vorgesehen.

Anders hingegen sieht es mit einem weiteren BWS-Projekt aus: dem Lückenschluss in der Kirchstraße 6. An sich ein hervorragender Standort, immerhin mit Marktblick, aber aktuell unter wirtschaftlichen Aspekten nicht zu rechtfertigen, sagt Uhle. Das alte Gebäude, das dort stand, musste abgerissen werden, weil es große Probleme mit der Statik gab. Weil es aber nicht in das neue Gebäude daneben an der Ecke Roßmarktschte/Kirchstraße integriert wurde, wird der geplante Neubau jetzt zu teuer. Die Lücke, sagt Uhle, sei mit 700, 800 Quadratmetern vergleichsweise klein, so dass sich die notwendigen Investitionskosten von etwa anderthalb Millionen Euro nicht einspielen ließen. "Das kommen wir niemals auf eine schwarze Null." Erschwerend kommt hinzu, dass auf dem Grundstück der ehemalige Mühlgraben verläuft, "das ist alles Sumpf", was zur Folge hat, dass allein die Gründung des Gebäudes schon einmal mit 100 000 Euro zu veranschlagen wäre.

Deshalb bleibt die Kirchstraße 56 auf absehbare Zeit eine Lücke. Die allerdings soll ansehnlicher werden als derzeit. Vorgesehen sei eins Platz, an dem die Mülltonnen platziert werden können, sowie eine Begrünung des Areals.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 25.03.2014
Nikos Natsidis

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