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Borna Groitzscher „Erholung“ feiert 60. Geburtstag
Region Borna Groitzscher „Erholung“ feiert 60. Geburtstag
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15:30 03.07.2018
Einer der zahlreichen Programmpunkte zum 60. Gründungsjubiläum des Groitzscher Gartenvereins „Erholung“ ist die Guggemusik „Blablös“ aus Pegau. Quelle: Olaf Becher
Groitzsch

Die größte Gartenanlage der Schusterstadt hatte am Wochenende allen Grund zum Feiern. Die knapp 5,5 Hektar umfassende Sparte „Erholung“, welche bei den Groitzscher nur „Der Frosch“ heißt, war vor 60 Jahren gegründet worden und beging dieses Jubiläum mit einem zünftigen Gartenfest.

Buntes Programm zum Geburtstag

Die Organisatoren um Vereinschef Karl Papst hatten sich ein buntes Programm einfallen lassen, das bei bestem Wetter stattfand. Neben verschiedenen Kinderattraktionen mit Hüpfburg, Schminken und Büchsenwerfen sorgten die Pegauer Guggemusiker der „Blablös“, die einheimischen Südseegeister vom Bürgerverein „Stadtmühle“, die Luckaer Kapelle „Unverschämt“ sowie die Tanzmäuse im Zelt auf der Festwiese für beste Unterhaltung über den Tag.

In der Gartensparte „Erholung" unterhalten die „Lustigen Schwestern" aus Altenburg das Publikum mit ihren gekonnten Parodien. Quelle: Olaf Becher

Zudem blieb beim Auftritt der „Lustigen Schwestern“ aus Altenburg mit ihren Parodien bekannter Schlager kein Auge trocken. Zwischendurch umrahmte die Discothek „SoundXpress“ das Fest. Am Abend feierten die Hobbygärtner mit ihren Gästen in ihren Parzellen weiter.

Hoher Leerstand und Altersdurchschnitt

Viele der etwa 170 Kleingärten zeigten sich mit Wimpelketten und Girlanden bunt geschmückt. Allerdings stehen derzeit auch knapp 40 Parzellen leer. „Der Altersdurchschnitt unserer Mitglieder liegt bei über 60 Jahren“, so Vereinschef Papst. „Viele sind bereits im Rentenalter. Doch es kommen in letzter Zeit vermehrt Anfragen junger Familien“, freut er sich. Entsprechend gibt sich der 68-jährige Wahlgroitzscher zuversichtlich, das Durchschnittsalter etwas zu drücken und den Leerstand zu minimieren.

Wiederaufbauarbeit nach der Flut

Besonders nach dem schweren Hochwasser 2013 wurde so einiges in der Anlage getan. Damals hatten fast alle Parzellen unter Wasser gestanden, und die braunen Fluten hatten große Schäden angerichtet. Ein großer Teil der Kleingärtner hatte mit der Entscheidung gerungen, aufgeben oder weitermachen.

Mit der Unterstützung der Sächsischen Aufbaubank, der Stadtverwaltung und vielen Freiwilligen gelang es, große Bereiche der Sparte wieder auf Vordermann zu bringen. So wurden alle Brücken erneuert, das Vereinshaus saniert und die Hauptwege gepflastert.

Die gepflegten Gärten locken nun erneut täglich zahlreiche Spaziergänger in das Naturidyll. Auch jetzt zum Jubiläum kamen viele Besucher. „Trotz des WM-Fußballspiels am Nachmittag hatten wir heute einen guten Zuspruch. Die vielen Gäste waren begeistert. und somit haben sich unsere Mühen gelohnt“, sagte Papst, der gleichzeitig die fleißigen Helfer an seiner Seite lobte.

Von Olaf Becher

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