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Erich von Däniken fasziniert auch beim zweiten Besuch in Borna

Erich von Däniken fasziniert auch beim zweiten Besuch in Borna

"Ich bin Fan von ihm und besuchte schon seine ersten Vorlesungen. Seine Theorien faszinieren mich, auch dass er streng bei seiner Meinung bleibt." Katrin Richter aus Naunhof ließ es sich nicht entgehen, ein Autogramm des Schweizers Erich von Däniken zu ergattern.

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Katrin Richter freute sich über ein gemeinsames Foto mit Erich von Däniken, das am Mittwoch in Borna entstand.

Quelle: Nicole Rathge-Scholz

Borna. Denn vor seinem Auftritt am Mittwochabend im Bornaer Stadtkulturhaus signierte der umstrittene Autor auf dem Gebiet der Prä-Astronautik ein Buch nach dem anderen.

Dabei fragte von Däniken die Besucher, was sie beruflich machen. "Mich interessiert das, welche Leute im Saal sitzen, ob einfache Menschen, Akademiker oder sondergleichen", antwortete der gewandte Redner. Der mittlerweile 79-Jährige ist gelernter Koch und kein fundierter und studierter Wissenschaftler. Und trotzdem hat er zahlreiche Thesen aufgestellt und ist davon überzeugt, dass Außerirdische bereits auf der Erde waren. Spuren dafür will er an vielen Ecken gefunden haben. "Jede Wissenschaft ist am Anfang eine Spekulation, dann kommt die These. Ich bin mit meinen Recherchen schon bei der Hypothese und gehe davon aus, dass in zehn Jahren meine Ansichten an amerikanischen Hochschulen gelehrt werden. Dann unter dem Namen Paläo-SETI", ist sich der Schweizer sicher.

"Ich bin das erste Mal bei einer seiner Vorstellungen, habe aber schon viel von ihm gelesen. Ich denke, seine Thesen sind teilweise wahr", meinte Kai Müller aus Rötha. Vom Abend in Borna erhoffe er sich Erleuchtung. "Mal sehen, was er erzählt, was es Neues gibt und an was man glauben könnte." Auch der Frohburger Frank Ludwig wollte sich den Pseudowissenschaftler anhören. "Ich bin gespannt, wie er sich gibt und spricht. Ich habe schon einige Videos von ihm gesehen, aber live ist eben live."

Veranstalter Günter Rössner gastiert mit vielen Größen in Borna. Diesmal engagierte er Erich von Däniken, der nicht zum ersten Mal in der Wyhrastadt seine gewagten Thesen zum Besten gab. Zuletzt trat er hier 2010 auf und sorgte damals wie auch in dieser Woche für ein ausverkauftes Haus. "Ich denke, von Däniken fasziniert, weil die Leute Sehnsucht nach Unerklärlichem haben. Er spricht Dinge an, für die man eine Erklärung haben möchte und über die viele nachdenken", so Rössner.

Mit seinen fast 80 Jahren tourt der Schweizer immer noch durch die Welt. Doch wie lange wird das noch so sein? "Irgendwann bekommt jeder einen Schlag im Gehirn oder einen Herzinfarkt. Aber noch rauche, trinke und reise ich gern. Die Götter lieben mich wahrscheinlich, weshalb ich noch so fit bin", schmunzelte er.

Von Dänikens Mitarbeiter Dave Müller war in Borna für den Buch- und DVD-Verkauf am Rande zuständig. Das neu-ste Werk, das "Das unheilige Buch", war am Mittwoch schnell vergriffen, auch "Der Mittelmeerraum" laufe sehr gut, so der Schweizer, der zu wissen meint, warum von Däniken so beliebt ist. "Zum einen ist Däniken ein Begriff und hat schon fast Kultstatus. Zum anderen denken die Leute der jetzigen Zeit anders und wollen Neues sehen. Und er ist derjenige, der ihnen das gibt."

Zu Beginn seines Vortrages "Unmögliche Wahrheiten", unter anderem über neueste archäologische Bilder, die seines Erachtens belegen, "dass wir Menschen nie allein waren", begrüßte von Däniken die Zuschauer. "Ich sehe viele Leute, die schon öfter bei meinen Vorträgen waren, also echte Wiederholungstäter. Das gefällt mir, das zeugt von Intelligenz."

"Es war sehr informativ, und er erläutert auch Fälle, die man durch die Presse nie vermittelt bekommt", meinte Chris Schiebold aus Groitzsch nach dem 100-minütigen Vortrag. Seiner Meinung nach gibt es mit Sicherheit außerirdisches Leben. "Wieso sollen wir die einzige Spezies im Universum sein und uns als Menschen immer über alles stellen?" Auch André Frobel aus Kitzscher zeigte sich von dem unterhaltsamen Abend begeistert. "Natürlich zweifelt man einige Sachen an, die er erzählt. Aber dies regt auch zum Nachdenken an. Zudem ist es eine interessante Vorstellung, nicht allein auf der Welt zu sein. Ich hätte von Däniken noch 100 Minuten länger zuhören können, da er sehr uneingenommen an die Sachen herangeht."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 01.11.2014
Nicole Rathge-Scholz

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