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Erst die Radcross-DM - dann die EM im Blick

Erst die Radcross-DM - dann die EM im Blick

Querfeldein und über Stock und Stein mit dem Rennrad - das hat Tradition in Borna. Der RSV Radsport Borna setzt diese fort und hat nach der Landesverbandsmeisterschaft Ende 2011, einem Deutschland-Cup-Rennen Ende 2012 und dessen Finalveranstaltung jetzt im Januar bereits den vierten Höhepunkt der jungen Vereinsgeschichte im Visier.

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Bornas Radsport-Chef Tino Johne (l.),t Cross-Koordinator Walter Röseler und Oberbürgermeisterin Simone Luedtke.

Quelle: Gislinde Redepenning

Borna. Am 10. und 11. Januar 2015 findet die Deutsche Radcross-Meisterschaft in Borna auf der Strecke "Rund um die Witznitzer Kippe" statt. Und der Verein schielt schon zur Europa-Ebene.

Am Sonnabend traf sich im Bürgerhaus "Goldener Stern" auf Einladung des RSV ein 20-köpfiges Gremium von Fachleuten aus ganz Deutschland, um unter Regie von Walter Röseler, Beauftragter für den Bereich Cross im Bund Deutscher Radfahrer (BDR), Terminplanung und Koordination der kommenden Cross-Saison 2014/2015 zu besprechen. Ein wesentlicher Akzent lag auf der Meisterschaft zu Beginn des nächsten Jahres, der letzten großen Aufgaben Röselers, bevor er in den wohlverdienten Ruhestand tritt. Er wird dann den Staffelstab an Steffen Kempendorf (Bad Salzdetfurth/Niedersachsen) übergeben, der ebenfalls mit in Borna war.

"Röseler hat hart dafür gekämpft, dass dem Cross mehr Beachtung geschenkt wird, vor allem im Nachwuchs-Bereich", erklärte RSV-Vorsitzender Tino Johne. "Er war im Januar beim Deutschland-Cup-Finale der BDR-Verantwortliche. Er sagt, was ihm gefällt und was ihm nicht gefällt!" Die Generalprobe für die DM vor zwei Monaten verlief bestens, Wesentliches hat Röseler nicht auszusetzen: "Wenn überhaupt, verbessern wir auf einem sehr hohen Niveau Kleinigkeiten auf dem Weg zur perfekten Veranstaltung. Sportler und Funktionäre waren rundum zufrieden", sagte der Kleinmachnower am Sonnabend. "Bei unserer Outdoor-Sportart spielen nun einmal Wind, Wetter und die Bodenverhältnisse eine Rolle. Der Rundkurs ist sehr gut präpariert und wird auch bei Dauerregen nicht im Schlamm versinken."

Er lasse sowohl reinen Crossern als auch Straßenfahrern alle Möglichkeiten, ihre Fähigkeiten auszuschöpfen. Im Rudolf-Harbig-Stadion bieten die Startgerade und die Kurven mit ausreichend Grip genügend Platz, von hinteren Startplätzen weit vorn ins Gelände zu fahren. Auch dort sei Überholen möglich. "Mir persönlich liegen die technischen Passagen am Herzen, dort trennt sich die Spreu und Weizen", freute sich Röseler auf spannende Wettkämpfe.

Das einzige Manko, die mögliche Verletzungsgefahr an ein paar Baum­stümpfen, wird beseitigt. "Das erledigen wir als Stadt", versprach Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Die Linke), die stolz auf die Erfolge des rührigen Vereins blickt. Chef Johne kündigte noch mehr Zuschauerfreundlichkeit und verbesserte Einsicht in den Rennverlauf an: Spektakuläre Passagen, kurze, steile Anstiege und Hindernisse, die nur mit geschultertem Rad im Laufschritt überwunden werden können, sollen für Fans und Besucher besser zu erreichen sein.

"Wir sind ein kleiner Verein mit einer Handvoll Leute, aber wir wollen uns ständig steigern", sagte Johne. "Das funktioniert nur im Zusammenspiel vieler, mit den Sponsoren, die unsere Erfolge sehen, und der Stadt, die uns vom ersten Tag der Vereinsgründung 2011 an unterstützt. Nächstes Ziel ist dann die Europameisterschaft", blickte der Vereinsvorsitzende entschlossen nach vorn. Die Durchführung hochkarätiger Veranstaltungen werfe deutschlandweit nicht nur ein positives Licht auf den RSV, sondern auch auf Borna: "Wir bleiben als Sportstadt im Gespräch."

Etwa 400 Teilnehmer werden über alle Startklassen hinweg erwartet. Mit ihren Begleitern garantiere das rund 1200 Übernachtungen und steigende Umsätze in der Umgebung. Walter Röseler gab sein Wort: "Nudeln sind als Sportlernahrung sehr beliebt, nicht nur die Italiener im Umkreis werden Hochkonjunktur haben."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 04.03.2014
Gislinde Redepenning

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