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Borna Erste Flutbilanz: 232 Millionen Euro Schaden
Region Borna Erste Flutbilanz: 232 Millionen Euro Schaden
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16:41 19.05.2015
Eine Stadt unter Wasser: Grimma meldete bisher Flutschäden in Höhe von 133 Millionen Euro. Quelle: WWW.LEIPZIGLUFTBILDER.NET

Den bisher vorliegenden Meldungen aus den Städten und Gemeinden zufolge ist mit einer Schadenssumme von 232 Millionen Euro zu rechnen.

"Unter Vorbehalt", ergänzte Landrat Gerhard Gey (CDU) zu den aktuellen Zahlen. Um die Planung des Wiederaufbaus in Gang zu bringen, sei eine schnelle Schadensermittlung wichtig gewesen. Als letzter Termin für Meldungen sei aber Ende Juli festgesetzt worden. Der Schwerpunkt des Hochwassers lag wie schon 2002 in der Stadt Grimma. Von dort, so teilte die Pressestelle des Landratsamtes mit, sei eine Schadenssumme von 134 Millionen Euro gemeldet worden. Oberbürgermeister Matthias Berger (parteilos) hatte in ersten Schätzungen von 200 Millionen Euro gesprochen. Aus den übrigen Städten und Gemeinden des Landkreises wurden bislang 88 Millionen Euro an Hochwasserschäden gemeldet, darunter allein 27,9 Millionen Euro aus Colditz. Die Muldestädte Trebsen (14 Millionen Euro) und Wurzen (11,6 Millionen Euro) meldeten die nächsthöheren Schadenssummen, Bennewitz und Thallwitz sind mit je etwa 4,5 Millionen Euro betroffen. Beachtliche Schäden entstanden auch im Leipziger Land. Die Weiße Elster hinterließ in Pegau/Elstertrebnitz Schäden in Höhe von etwa 7,9 Millionen Euro, in Groitzsch sind es 4,3 Millionen Euro und in Zwenkau 1,1 Millionen Euro. Die Wyhra hat in Frohburg Schäden von etwa 1,8 Millionen Euro und in der Kreisstadt Borna von fast einer Million Euro verursacht. Durch das Unwetter über Geithain und dem Kohrener Land am 8. Juni sind ebenfalls massive Hochwasserschäden zu registrieren. Eula, Ratte, Katze und Maus sowie die Ossa und der Hegeteich stiegen nach sintflutartigem Regen rapide an und verwüsteten den Landstrich. Geithain vermeldet Schäden von 3,6 Millionen Euro, Narsdorf von 1,3 Millionen Euro und Kohren-Sahlis von knapp 200 000 Euro. Betroffen waren nach Angaben des Landkreises 26 Städte und Gemeinden mit knapp 100 Ortsteilen. Darin sind auch die Ortsteile erfasst, die an der Pleiße, Schnauder,, Eula, Parthe, Lossa und anderen Bächen liegen. Regis-Breitingen zum Beispiel legt eine Schadensbilanz von 413 000 Euro vor, Kitzscher von 352 000, Espenhain von 220 000 und Bad Lausick von 168 000 Euro. Die Schäden des Landkreises selbst gab die Pressestelle mit über acht Millionen Euro an. Insgesamt wurden etwa 42 Quadratkilometer Fläche durch Fließgewässer überflutet. Während des Katastrophenalarms seien rund 1000 Kräfte im Einsatz gewesen, so teilte der Landkreis mit, die durch die technische Einsatzleitung geführt wurden. Dazu gehörten unter anderen Katastrophenschutzzüge des Landkreises, THW, Polizei, Bundeswehr, DRK und Kriseninterventionsteam sowie bis zu 50 Mitarbeiter des Landratsamtes. Weitere Kräfte, vor allem Feuerwehren, waren in den Gemeinden im Einsatz, die außerhalb des Katastrophenalarmes vor Ort gegen die Flut gekämpft haben. Hinzu kommen ungezählte freiwillige Helferinnen und Helfer, die die Einsatzkräfte unterstützt haben. Zur Sicherung von Leib und Leben waren ungefähr 6000 Evakuierungen geplant. Verletzte seien nicht gemeldet worden, so die Pressestelle, und auch der Verlust bei den Tieren habe sich in Grenzen gehalten.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 20.06.2013

Heinrich Lillie

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