Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Borna Erster Bagger in drei Jahren
Region Borna Erster Bagger in drei Jahren
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:03 11.06.2010
Anzeige

. Beide waren gefragte Gesprächspartner der 60 anwesenden Bürger. Vor allem interessierte, wie nah die Bagger herankommen.Auch Dreck und Lärm spielten eine Rolle.

„Wir kommen sehr nah an Kieritzsch und Lippendorf heran", erklärte der Abteilungsleiter Technische Planung der Mibrag, Günther. 200 bis 300 Meter könnten es mitunter von der Tagebaukante bis zum nächsten Wohngebiet sein. Aus diesem Grunde würde die Mibrag viel Wert auf den Lärmschutz legen. So sei die Mibrag dabei, Großgeräte mit anderen Antrieben auszustatten.

„Wir führten im Vorfeld Lärmmessungen in Kieritzsch und Lippendorf durch und verglichen diese mit Neukieritzsch", berichtete er. In Neukieritzsch wären derzeit die Messwerte schon etwas höher. Er machte auch keinen Hehl daraus, dass diese je nach Witterung unterschiedlich ausfallen. „Wir werden jedoch immer unter dem zulässigen Richtwert von 45 Dezibil bleiben", erklärte er. Das konnte auch Bürgermeister Graichen bestätigen. „Neukieritzsch lebt seit Jahren mit dem Tagebau. Es gab auch Phasen, in denen der Lärm und Dreck stark waren", sagte er. Doch in Zusammenarbeit mit der Mibrag wäre es immer wieder gelungen, Kompromisslösungen zu finden. Bewährt hätte sich die Bürgerkontaktgruppe. „Wir würden uns freuen, wenn sich Bürger aus Kieritzsch oder Lippendorf dafür zur Verfügung stellen", sagte er.

Kritisch wurde angesprochen, dass nun doch der Pereser Kohle an den Kragen geht, obwohl sie minderwertiger sei, als die aus dem Tagebau Vereinigtes Schleenhain. „Sie haben recht. Allerdings ist diese noch besser als die Vorräte im Mitteldeutschen Raum", entgegnete der Chef vom Regionalen Planungsverband Westsachsen Andreas Berkner dem Bürger. Berkner ist seit 19 Jahren mit der Braunkohlenplanung beschäftigt. Auch er gab dem Kieritzschern und Lippendorfern mit auf den Weg, bei Problemen nicht auf Konfrontationskurs zu gehen, sondern miteinander zu reden. „Heute gibt es viele Möglichkeiten, um Ärgernisse aus der Welt zu schaffen. Diesen Rat gab er auch einer Bürgerin, die anmahnte, dass ihr Brunnen eventuell durch den Tagebau austrocknen könnte. Günther versprach, derartige konkrete Fälle mit den betroffenen Bürgern zu klären.

Cornelia Braun

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

[image:phpw94edp20100611170454.jpg]
Borna. Möglicherweise legt der Landkreis Straßenbauvorhaben auf Eis, um das Geld für den weiteren Ausbau der Berufsschule in Böhlen zusammenzubekommen.

11.06.2010

Vom Reisebüro Weismann zu sprechen, wäre sicher despektierlich. Dennoch machen die neuerlichen Aktivitäten der evangelischen Kirchgemeinde wieder einmal deutlich, dass die Bornaer Gemeinde gern und bewusst die engen kirchlichen Grenzen überschreitet.

11.06.2010

Schon seit vielen Jahren ist das LVZ-Projekt "Schüler lesen Zeitung" ein Renner auch in der Borna-Geithainer Region. Es richtet sich an Schüler, die mehrere Wochen lang die LVZ druckfrisch auf der Schulbank haben und sie in den Unterricht integrieren.

11.06.2010
Anzeige