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Borna Espenhain: Bau des Einkaufsmarktes rückt näher
Region Borna Espenhain: Bau des Einkaufsmarktes rückt näher
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00:21 11.06.2018
Hier am alten Bahnhof in Espenhain wird demnächst ein Netto-Markt gebaut. Quelle: André Neumann
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Espenhain

Die Espenhainer können voraussichtlich bald wieder im eigenen Ort einkaufen: Der Bau eines Supermarktes ist erneut ein Stück näher gerückt. Im laufenden Bebaungsplanverfahren könnte der Stadtrat schon im August das förmliche Baurecht erteilen. Die Bauherren, das Immobilienunternehmen Leo und Schwarz aus Leipzig, wollen aber am liebsten noch in diesem Monat mit dem Bau beginnen und in diesem Jahr eröffnen. Die Handelskette Netto Markendiscount steht in den Startlöchern.

Rötha steht hinter dem Bauprojekt

Die Stadtverwaltung und der Stadtrat von Rötha stehen voll und ganz hinter dem Vorhaben, auf dem Gelände am alten Bahnhof in Espenhain den Supermarkt zu bauen. Das zeigte sich erneut am Donnerstagabend. Eigens für den nächsten Schritt im Bebauungsplanverfahren war eine Sondersitzung des Stadtrates einberufen worden. Der hatte den so genannten Abwägungsbeschluss zu fassen. Kurz erklärt bedeutet das Folgendes: Der Entwurf des Bebauungsplanes lag aus beziehungsweise wurde Behörden, Institutionen, Verbänden und Vereinen vorgelegt.

Reaktion auf 43 Anmerkungen erforderlich

Daraufhin sind 43 Äußerungen, Hinweise und Kritiken eingegangen. Auf die müssen der Bauherr beziehungsweise die Stadt einzeln reagieren, und zwar bestenfalls auf eine Weise, dass es später nicht zu einem Rechtsstreit kommt, der den Bau verzögert. Ein Beispiel: Das Landratsamt monierte die angestrebte Versickerung des Regenwassers vor Ort. Die Bauherren holten ein Gutachten ein, das wird im Abwägungsbeschluss vermerkt. Mittlerweile steht die Zustimmung des Landratsamtes in dieser Hinsicht in Aussicht.

Lebensmittelmarkt in Borna-Nord. Bauherr war das Unternehmen, welches jetzt auch den Markt in Espenhain bauen will. Quelle: Jens Paul Taubert

Die Industrie- und Handelskammer kritisierte die Größe und den Standort des Marktes. Laut Christoph Bolte vom Beratungsbüro Seecon, welches bei den Abwägungen half, sei der Markt in dieser Größe genehmigungsfähig. Gerade an dieser Stelle führe der Bau zur Nachnutzung einer Brache, das sei auch im Interesse der Stadt.

Nach dem Abwägungsbeschluss, den der Stadtrat einstimmig fasste, werden die Behörden über das Ergebnis informiert. Bauamtsleiterin Kerstin Haase äußerte die Hoffnung, dass schon im August der Bebauungsplan zur Satzung erklärt werden könnte. Damit würde dann förmlich Baurecht bestehen.

Bauherren wollen noch dieses Jahr eröffnen

Für das ehrgeizige Ziel der Bauherren, den Markt noch in diesem Jahr fertigzustellen und zu eröffnen, wäre das zu spät. Deswegen wollen die eine Möglichkeit nutzen, die das Baurecht bereithält, wie Bolte der LVZ sagte. Demnach könne die Bauaufsichtsbehörde beim Landratsamt während eines laufenden Bebauungsplanverfahrens auf Antrag eine Baugenehmigung erteilen, wenn abzusehen ist, dass das Vorhaben genehmigt wird.

Darauf setzt Dietmar Schwarz, der dennoch der Stadtverwaltung schon einmal für deren zügige Arbeit dankte. Aus den Reihen der Stadträte bekräftigte der zweite stellvertretende Bürgermeister Pascal Németh (Rötha Land) das Lob an die Bauamtsleiterin: Es sei eine immense Arbeit in sehr kurzer Zeit erledigt worden.

Von André Neumann

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