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Espenhain: Beschwerden wegen Gestank

Espenhain: Beschwerden wegen Gestank

Der typische Novemberregen wurde von Otto Normalverbraucher wohl kaum vermisst. Gleichwohl wäre der Niederschlag auch der trägen Fracht in den Abwasserkanälen zugute gekommen.

. Er blieb aus und beförderte die Geruchsbelästigung. „Die Inversionswetterlagen sind ein echtes Problem", sagt Lindstedt. Indes: Nicht nur das Wetter sei für den Gestank verantwortlich, der zurzeit allen zu schaffen macht. Mehr oder weniger je nach Art der vorhandenen Kanäle. Das Ortsnetz Böhlen, das Industriegebiet Espenhain sowie der Ortsausgang von Oelzschau in Richtung Belgershain seien laut AZV momentan besonders betroffen.

Die fehlende Spülung der Leitungen durch den Regen werde durch so genannte „Kamineffekte" verstärkt – ein Problem, das jedes Jahr vor dem Winter auftritt, wenn verstärkt warme Luft aufsteigt und austritt, weil die kältere schwerer ist und unten bleibt. Reine Physik sozusagen.

Außerdem habe sich das Verbrauchsverhalten der Leute verändert, führt Lindstedt einen dritten Grund an. Vor zwanzig Jahren wurde ein durchschnittlicher Wasserverbrauch von 80 Kubikmetern pro Haushalt registriert, gegenwärtig sind es nur noch rund 30 Kubikmeter.

„Eine wirklich wirksame Methode" gibt es laut Lindstedt nicht, um die rund 400 Kilometer Schmutzwasserkanal des Verbandes in der Region geruchsfrei zu bekommen. Durch Spülungen würde das Problem nur verlagert. Dennoch steuert der Verband gegen und verwendet Nutriox, ein Sauerstoffträger, der das Problem zumindest lindert. Die wässrige Salzlösung verlängert die Zeit der Bildung von Faulgasen. Ein Allheilmittel ist Nutriox allerdings nicht, weil es den Beton angreift und daher nicht wahllos für Abwasserleitungen verwendet werden kann. Wenngleich Schächte inzwischen innen mit einer Kunststoffverkleidung versehen werden. Ein Standard, der allerdings mit Mehrkosten von 800 Euro pro Schacht verbunden ist.

Nutriox wird gezielt für die Dosieranlagen der Pumpstationen eingesetzt. 166 000 Euro sind dafür im laufenden Haushalt eingeplant. Die circa 100 Tonnen Nutriox pro Jahr können das Geruchsproblem aber nur punktuell lösen.

Unangenehm, aber nicht zu ändern. Und so bleibt die Hoffnung auf den nächsten Regen.

Saskia Grätz

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