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Espenhain: Weniger Lärm durch Tempo 50

Espenhain: Weniger Lärm durch Tempo 50

Dass es am 30. April und in den Folgetagen auf der Bundesstraße 95 in Espenhain verstärkt "blitzt", ist zu erwarten: Ab diesem Tag gilt auf der vierspurigen Trasse Tempo 50 statt 60. Schilder weisen darauf seit Tagen hin.

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Ab 30. April gilt in Espenhain Tempo 50. Deutlich wird darauf hingewiesen.

Quelle: Jakob Richter

Espenhain. Die Reduzierung ist eine Maßnahme von vielen, die den Espenhainern das Leben ohne Autobahn zumindest erleichtern sollen - wenn die A72 bis/ab Borna in Betrieb geht.

"Tempo 50 begrüßen wir außerordentlich", sagt Espenhains Bürgermeister Jürgen Frisch (parteilos). Dass mit Freigabe der Autobahn 72 zwischen Chemnitz und Borna der Verkehr durch Espenhain enorm wachsen werde, sei kaum zu bezweifeln. "Das werden wir aushalten müssen", sagt Frisch. Bisher habe man diese zusätzliche Last kritischer sehen müssen. Doch inzwischen liefen vorbereitende Arbeiten für den Weiterbau der Autobahn-Trasse bis Rötha. Wenn die dann fertig sei, werde es auf einen Schlag ruhiger im Dorf. Frisch: "Das gibt dann eine deutliche Entlastung." Ob das in zwei, drei oder erst fünf Jahren sein werde, dazu gibt der Bürgermeister keine Prognose ab. "Da will sich keiner festlegen." Doch wenn so zügig gebaut werde, wie es sich aktuell anlasse, sei er verhalten optimistisch.

Für die in ihrer Länge unbestimmte Zwischenzeit gilt: Wer rast, zahlt. Beidseits der Espenhainer Ortsdurchfahrt der B 95 sollen in diesem Jahr stationäre Messgeräte installiert werden. Was nicht heißt, dass auf die heute üblichen regelmäßigen mobilen Kontrollen dann verzichtet würde. Der Kreistag hatte den Aufbau der chromglänzenden Säulen im Dezember vergangenen Jahres beschlossen. Sie werden durch einen privaten Dienstleister betrieben, an den das Landratsamt pro Temposünder-Foto zahlt. Im Sommer, so hieß es damals, gingen die Geräte in Betrieb. Doch es könnte etwas später werden. "Bei der Vorbereitung der europaweiten Ausschreibung ergaben sich einige Änderungen, so dass diese neu formuliert werden musste", sagt Brigitte Laux, Sprecherin des Landratsamtes, der LVZ. Im Moment gehe die Behörde davon aus, dass das Verfahren Anfang Herbst abgeschlossen sei und dann gebaut werden könne. In der Zwischenzeit soll weiter mittels mobiler Kontrollen auf das Tempo geschaut werden. Das sei wegen der besonderen Verkehrssituation in Espenhain unverzichtbar, so Laux. Wer aus Seitenstraßen auf die vierspurige B95 auffahren wolle, habe keinen Beschleunigungsstreifen, und es sei für Autofahrer wie Fußgänger schwierig, die frequentierte Trasse zu überqueren.

Dass diese Probleme zunehmen, wenn im Sommer die Autobahn 72, von Chemnitz her kommend, Borna erreicht, liegt auf der Hand. Das, sagt Laux, sei auch der Grund dafür, warum bereits ab 30.April die Geschwindigkeit in Espenhain gedrosselt wird: auf 50 Kilometer pro Stunde, wie es innerorts üblich ist. Dass dann die heute noch erlaubten 60 km/h tabu sind, darauf weisen Leuchtschilder die Autofahrer seit Wochenbeginn hin.

Espenhains Bürgermeister sieht aber nicht nur das Tempo. Um die Sicherheit im Ort zu erhöhen, plane das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) eine Fußgängerampel an der Straße des Friedens. Mitte Mai sei Baubeginn, so Frisch. Darüber hinaus gebe es an mehreren Kreuzungen bauliche Veränderungen - nicht nur in Espenhain selbst.

"Wir passen auf der B95 zwischen Borna und Espenhain die Ampelschaltungen an das neue Geschwindigkeitsregime an", sagt Martina Tinkl, die die Leipziger Lasuv-Niederlassung leitet. Auf der B176 werde an der Siedlung Kesselshain, wo heute schon Tempo 30 gilt, eine weitere Ampel für Fußgänger errichtet. Zudem werde in Espenhain die Rampe von der B95 in Richtung Störmthal neu asphaltiert. Den Auftrag an all das vergab die Behörde nach Ausschreibung an die Umwelt 2000 Naunhof GmbH. © Kommentar

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 27.04.2013

Ekkehard Schulreich

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