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Borna Espenhainer Gärtner treffen sich am Osterfeuer
Region Borna Espenhainer Gärtner treffen sich am Osterfeuer
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00:25 02.04.2018
Kleingärtner der Espenhainer Sparte Wiesengrund treffen sich am Osterfeuer. Quelle: René Beuckert
Rötha/Espenhain

Im Gartenverein Wiesengrund in Espenhain hat sich das Osterfeuer zu einer schönen Tradition entwickelt, nach der Wende hatten sich die Kleingärtner zusammengetan, um gemeinsam zu feiern. Gründonnerstag war es wieder so weit. Gartenvereinschef Claus Simon sagt, dass mittlerweile sogar Bewohner aus Espenhain daran teilnehmen. „Da man sich in so einem kleinen Ort kennt, nutzen viele die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen.“

Mölbiser Wehr übernimmt die Versorgung

Unterstützung bekommen die Kleingärtner von der Mölbiser Feuerwehr, welche die Versorgung übernimmt. „Die Kameraden nehmen gern diese Abwechslung in Kauf“, erklärt Wehrleiter Reiner Patzwahl. Die Feuerwehrleute unterstützen die Kleingartenfreunde sogar, wenn Bäume fachgerecht gefällt werden müssen. Die Versorgung zum Osterfeuer zu übernehmen, sei eine willkommene Abwechslung vom üblichen Feuerwehralltag.

Die Imbissversorgung beim Osterfeuer im Espenhainer Gartenverein Wiesengrund übernimmt jeweils die Mölbiser Feuerwehr. Hier bietet Wehrleiter Reiner Patzwahl ein Steak an. Quelle: René Beuckert

Kleingärtner Volkmar Oehm hat beobachtet, dass jetzt weniger Leute am Osterfeuer teilnehmen als früher. „Der Zusammenhalt der Kleingartenfreunde ist heute ist nicht mehr so groß“, bedauert er. Tauschten sie vor Jahren noch Blumenzwiebeln aus, um nur ein Beispiel zu nennen, mache heute jeder seins. Das sei zwar noch nicht überall so, doch nehme der Trend zu, so der Gartenfreund. „Für die vorangegangenen Feste haben die Frauen der Kleingärtner sogar noch Kuchen gebacken“, erinnert sich Volkmar Oehm an die Zeiten, als ein guter Zusammenhalt in der Anlage bestand.

Leerstand macht dem Vorstand Sorgen

Auch der Stellvertreter Peter Petters bedauert diesen Zustand. „Eine Gartenanlage lebt vom Miteinander“, betont er. Besonders der Leerstand mache ihm Sorgen. Einige Gärten in der Anlage sind schon eingeebnet. Inzwischen sind etwa zwölf Parzellen zu vergeben.

Auf der anderen Seite haben junge Familien den Garten für sich entdeckt, hat Petters festgestellt. „Gerade für die Kinder ist ein Kleingarten ein Eldorado, in dem sie in der Natur stets etwas Neues entdecken können.“ Auch die Anlage selbst biete den Kindern Gelegenheit für Abenteuer.

Für ein Kinderfest brauchte es Mitstreiter

Da mittlerweile junge Familien einen Kleingarten bewirtschaften, überlegt Peter Petters ob man nicht wieder ein Kinderfest auf die Beine stellen sollte. „Vor Jahren haben wir tatsächlich für die Kinder ein Fest ausgerichtet. Doch um ein solches Ereignis erneut ins Leben zu rufen, brauchen wir Mitstreiter“, so Petters.

Dass die Gartenanlage Wiesengrund künftig wieder mit neuem Leben erfüllt wird, dafür legen sie ihre Hoffnung auf die Besiedlung der nahen Seen, wo der eine oder andere Gefallen an einer Gartenanlage in der Nähe finden könnte.

Von René Beuckert

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