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Espenhainer Rat debattiert Autobahnbau

Espenhainer Rat debattiert Autobahnbau

 

Espenhain. Noch bis zum 19. Mai können schriftliche Einwendungen zur Planung für den A-72-Abschnitt von Borna bis Rötha eingereicht werden. Am Mittwoch befassten sich die Gemeinderäte mit den Unterlagen zum Planfeststellungsverfahren.

Zuvor hatte sich eine Arbeitsgruppe intensiv mit den Antragsunterlagen beschäftigt und Hinweise, Anregungen und Bedenken notiert sowie eine Begehung durchgeführt.

In der Espenhainer Stellungnahme kritisierten die Gemeinderäte, dass die Planer der Landwirtschaft zu viele Flächen entziehen wollen. So sollten für Ausgleich- und Ersatzmaßnahmen weniger landwirtschaftliche Flächen genutzt werden. „Schließlich wird der Landwirtschaft schon durch den Bau der Autobahntrasse und der Nebengelasse Flächen weg genommen“, sagte Gemeinderat Tobias Thieme.

In diesem Zusammenhang sprach Bürgermeister Jürgen Frisch an, dass „trassenferne Maßnahmen der landschaftspflegerischen Begleitplanung angedacht sind“. Danach ensteht nicht dort neues Grün, wo es beseitigt wurde, sondern an anderer Stelle, sodass die Betroffenen nicht in den Genuss dieser Maßnahmen kommen. Dagegen wehrt sich die Gemeinde Espenhain in ihrer Stellungnahme. Sie schlägt deshalb vor, Anpflanzungen von Ufergehölzen an Fließgewässern oder die Renaturierung des Dorfteiches Espenhain vorzusehen.

In der Stellungnahme bitten die Gemeinderäte auch darum, den Standort der Park- und WC-Anlage zu verlagern, um die Inanspruchnahme von landwirtschaftlicher Fläche zu minimieren. Dafür schlagen sie einen Standort südlich des Gewerbegebietes Margarethehain vor.  „Klärungsbedarf besteht auch hinsichtlich eines Mehrbelastungsausgleichs unter anderen für hinzukommende Wirtschaftswege, Entwässerungseinrichtungen sowie Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen“, erörterte Frisch. Damit sprach er das Problem an, dass mit dem Bauvorhaben Bauwerke installiert werden, die in die Unterhaltungslast der Gemeinde übergehen und für die keine Gelder zur Verfügung stehen. Das trifft zum Beispiel auf die Änderung der Gemeindeverbindungsstraße von Espenhain nach Rötha zu. Hier kommen unter anderem Entwässerungseinrichtungen neu hinzu.

Die Räte machen aber nicht nur Forderungen auf, sondern geben in ihrer Stellungnahme auch Hinweise, wie Mehraufwendungen vermieten werden können. So solle der geplante halbseitige Rückbau der Fußgängerunterführung nicht erfolgen. „Der Anpassungsbedarf unter anderem an das vorhandene Wegenetz, die Straßenbeleuchtung beziehungsweise die Entwässerungsanlage ist unverhältnismäßig hoch“, erklärte Frisch. Der erzielte Entsiegelungseffekt stünde dazu in keinem Verhältnis. Die Gemeindevertreter wollen auch keine Anpassung der Busbucht (Höhe Margarethenhain) an die verbleibende Fahrbahn. Dies wäre nicht erforderlich, da die Bushaltestelle in den Industrie- und Gewerbepark Espenhain verlagert worden sei und nicht mehr angefahren würde.

Des Weiteren wollen Espenhains Gemeinderäte auf eine Fuß- und Radwegequerung der B 95 zwischen der Straße des Friedens Nord und der Hugo-Joachim-Straße verzichten. Geplant sind drei Stück, auf kurzer Distanz angedacht. Zwei sollten reichen, so die Gemeinde Espenhain.

Cornelia Braun

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