Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Borna Espenhainer Schule: Private Geldgeber sorgen für Sportgeräte
Region Borna Espenhainer Schule: Private Geldgeber sorgen für Sportgeräte
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:10 21.02.2018
Die vierte Klasse der Grundschule Espenhain freut sich über den neuen Kasten und das Sprungbrett, die von Sponsoren finanziert wurden. Quelle: privat
Anzeige
Rötha/Espenhain

Gerade noch rechtzeitig zum Beginn der Hallensaison besitzt die Grundschule Espenhain jetzt wieder dringend benötigte Geräte für das Turnen. Deren Beschaffung wäre eigentlich Aufgabe des Schulträgers und damit der Stadt gewesen. Weil die das Geld nicht aufbrachte, sprangen private Sponsoren ein.

Es geht um einen Kasten und ein Sprungbrett. Beide Geräte gehören zur lehrplanmäßigen Ausstattung. Die Geräte in der Espenhainer Sporthalle waren so alt und verschlissen, dass der TÜV sie bereits mehrfach bemängelt hatte und die Schule sich schließlich gezwungen sah, die Geräte aus Sicherheitsgründen zu sperren. Das war am Ende des Winters im vorigen Schuljahr, sagt Schulleiterin Kerstin Loth.

Danach sei ungewiss gewesen, ob die Kinder auch künftig Sprungübungen im Geräteturnen würden absolvieren können. Denn wie schon früher die Gemeinde Espenhain sah sich auch die Stadt Rötha offenbar nicht in der Lage, das Geld für die erforderlichen Geräte aufzubringen.

Den Durchbruch in der Angelegenheit brachte dann ausgerechnet der Bürgermeisterwahlkampf in Rötha. Während einer Veranstaltung mit den Kandidaten brachte eine Kollegin der Schule das leidige Thema zur Sprache. Es sei dann vor allem der Unternehmer Hannes Voigt vom gleichnamigen Möbelhaus in Eula gewesen, der eine Spendenaktion initiierte. Loth bezeichnet es im Nachhinein als glücklichen Umstand, dass der Unternehmer, der keine Verbindung zur Espenhainer Schule hatte, sich der Sache annahm. Mit Unterstützung weiterer Firmen und Privatpersonen kam schließlich die erforderliche Summe von über 1000 Euro zusammen. Neben Kasten und Sprungbrett reichte das Geld auch noch für ein paar Bälle.

Während die Mädchen und Jungen der vierten Klasse der Espenhainer Grundschule die neuen Geräte in einer Sportstunde einweihten, während der auch einige der Sponsoren einen Sprung wagten, hatte die Sache im Stadtrat von Rötha noch ein verbales Nachspiel. Mehrere Stadtratsmitglieder kritisierten auf der jüngsten Sitzung, dass private Sponsoren ureigenste Pflichten des Schulträgers übernehmen müssten.

Ein ähnlicher Fall hatte sich an der Grundschule in Rötha zugetragen. Hier musste eine defekte Tafel ersetzt werden. Hierfür kam das Geld vom Gewerbeverein. „Das ist ein Armutszeugnis für die Stadt“, kommentierte Stadtrat Timo Müller von den Linken. Der stellvertretende Bürgermeister Pascal Németh (Rötha Land), der die Spende entgegen genommen hatte, pflichtete ihm bei: „So ähnlich habe ich das auch empfunden.“

An der Espenhainer Grundschule wird der eingeschlagene Weg derweil weiter beschritten. Dank einer größeren Einzelspende eines Unternehmens kann demnächst die fast 60 Jahre alte Hochsprunganlage in der Sporthalle ersetzt werden. 

Von André Neumann

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

17 Jahre nach der Stilllegung des Kraftwerkes Thierbach im Leipziger Südraum verschwindet am Freitag der letzte Teil des Komplexes von der Bildfläche. Autofahrer auf der Bundesstraße 95 müssen sich gegen 13 Uhr auf lange Staus einstellen.

19.10.2016

Alle Eisliebhaber kann Denis Doimo beruhigen: Das Eiscafé in der Bornaer Reichsstraße öffnet zur kommenden Saison im Frühjahr wieder seine Türen. Derzeit ist der Eigentümer des Gebäudes und Vermieter im Gespräch mit dem Pächter, der vor Ivan Soldera das Doimo neun Jahre lang betrieben hat.

19.10.2016

Sie sind nicht aufzuhalten. Die Mitglieder des Fördervereins Rötha – Gestern. Heute. Morgen. beißen sich an ihrem Ziel – die Wiederbelebung und Rettung des Areals aus dem 19. Jahrhundert – fest, wie die Nutrias an den uralten Wurzeln der Bäume am Schlossteich. Der soll jetzt saniert werden. Wofür die Retter die tatkräftige Unterstützung vieler Freiwilliger gebrauchen können. Am 21. und 22. Oktober – zum zweiten Parkseminar.

22.10.2016
Anzeige