Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Borna Etat 2018 beschlossen: Kitzscher steuert große Investitionen an
Region Borna Etat 2018 beschlossen: Kitzscher steuert große Investitionen an
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:35 08.03.2018
Die Sanierung der Oberschule ist für die nächsten zwei Jahre das größte Investitionsvorhaben in Kitzscher. Quelle: Andreas Döring
Anzeige
Kitzscher

Der Stadtrat von Kitzscher hat auf seiner letzten Sitzung des Jahres den Haushaltplan beschlossen. Damit bleibt die Stadt ihrer Linie treu, den Etat frühzeitig unter Dach und Fach zu bringen. Schon die Haushaltpläne für dieses und für das vergangene Jahr waren jeweils im vorausgehenden Dezember beschlossen worden und im Januar in Kraft getreten.

Der 2018er Haushalt hat einen Umfang von rund 7,5 Millionen Euro. Obwohl die sogenannten ordentlichen Aufwendungen höher sind als die Erträge, gelingt der Kämmerei der Ausgleich nach den gesetzlichen Regelungen. Dabei setzt die Stadt auf weiterhin erfolgreiche Grundstücksverkäufe in ihrem Wohngebiet Kitzscher-Nordwest, wodurch es zu einem positiven Ergebnis kommt. Der gesetzliche Haushaltausgleich ist das wichtigste Kriterium für die Kommunen, davon hängt ab, ob die Rechtsaufsichtsbehörde, das Landratsamt, den Etat bewilligt, womit die Kommune erst finanziell handlungsfähig wird.

Dennoch sind die Zahlen nicht rosig. Kitzscher hat am Beginn des Haushaltjahres 2018 knapp 1,9 Millionen Euro Schulden, Ende des Jahres werden es noch 1,8 Millionen sein. Neue Kredite sollen nicht aufgenommen werden. Um alle Aufgaben zu stemmen, darunter den Beginn der Sanierung der Oberschule, muss die Verwaltung tief in die finanziellen Rücklagen greifen. Am Ende des Jahres wird nur noch eine verfügbare Reserve von 22 000 Euro vorhanden sein.

Angesichts dieser Zahlen sprach Ex-Bürgermeister Hartmut Harbich (CDU) von einer „prekären Finanzsituation“. Er erneuerte seine Forderung an die Verwaltung, die Vorschläge einer Arbeitsgruppe des Stadtrates zur Stärkung der Einnahmen umzusetzen. Bürgermeister Maik Schramm (Freie Wähler) wollte Harbichs Einschätzung nicht gelten lassen. „Prekär ist er nicht“, verteidigte er den städtischen Etat. Schramm sprach hingegen von einem „Engpass“ und davon, dass er in den kommenden Jahren einen Aufschwung erwarte.

Mit der Sanierung der Oberschule steht der Stadt Kitzscher in den Jahren 2018 und 2019 ein Mammutprojekt bevor. Allein die energetische Sanierung kostet zusammen rund 2,2 Millionen Euro, die der Freistaat Sachsen zu 100 Prozent fördert. Auf eigene Rechnung will die Stadt parallel dazu die Innensanierung stemmen und mit weiteren Fördermitteln auch noch einen Aufzug anbauen. Zugleich wird mit dem jetzt beschlossenen Haushalt auch die Absicht formuliert, ebenfalls im kommenden Jahr mit der Sanierung der Grundschule zu beginnen, falls es dafür Fördermittel gibt. Ein weiterer großer Posten unter den Investitionen im kommenden Jahr ist die Erschließung des dritten Bauabschnitts in Kitzscher-Nordwest mit 33 Bauplätzen für rund 850 000 Euro. Weitere rund 760 000 Euro sind für den ersten Abschnitt des grundhaften Straßenausbaus im Ortsteil Trages vorgesehen. Der Haushaltplan für 2018 wurde mit einer Stimmenthaltung und ohne Gegenstimmen beschlossen.

Von André Neumann

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Michael Potkownik, Leiter der Theatergruppe Neue Wasser, ist mit der Resonanz zum lebendigen Adventskalender in Borna sehr zufrieden. Zumal erstmals nach Jahren die drei Bornaer Originale wieder auftraten und Talente entdeckt wurden.

14.12.2017

Die Bornaer Kantorei hat das Weihnachtsoratorium schon oft gesungen. Ohne konzentrierte Probenarbeit geht es trotzdem nicht, macht der Bornaer Kantor Jens Staude klar. In der Stadtkirche sind die Kantaten 1 bis 3 von Bachs populärstem Werk am Sonnabend zu hören.

05.04.2018

Riskante Überholmanöver führen auf der A 14 immer wieder zu schweren Unfällen. Vor dem Hintergrund des weiter zunehmenden Schwerlastverkehrs wird der Ruf nach einem Überholverbot für Lkw laut. Die Grimmaer SPD fordert die Brummi-Regel schnellstmöglich zwischen dem Dreieck Parthenaue und der Anschlussstelle Döbeln einzuführen, um die Sicherheit zu erhöhen.

13.03.2018
Anzeige