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Borna Eulaer Kinder backen fürs Fest: Mittendrin die krebskranke Hella
Region Borna Eulaer Kinder backen fürs Fest: Mittendrin die krebskranke Hella
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17:33 11.12.2015
Eulaer Kinder backen fürs Fest: Mittendrin die krebskranke Hella, sie ist das fünfte Kind von links. Quelle: Gislinde Redepennig
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Borna/Eula

Ausnahmezustand herrscht in der Kita „Am Rehgarten“ in Eula. An diesem Tag steht sie ganz im Zeichen der Weihnachtsbäckerei. Rund 40 Kinder haben mehlige Hände, stechen leckere Butterplätzchen aus, belegen große Bleche und verzieren die fertigen Knuspereien. Mittendrin die fünfjährige Hella. Sie ist an Krebs erkrankt, für sie findet das kunterbunte Treiben statt.

„Plätzchen backen wir jedes Jahr, aber nicht in so großem Rahmen“, lacht Kita-Leiterin Ulrike Gorzitze, die später noch mit den Mädchen und Jungen beschäftigt ist, das Backwerk zu garnieren. „Die Kinder sind total begeistert.“ Gefühlt rund 20 Kilo Teig schleppt Sven Buschendorf für das gemeinsame Ereignis herbei. Er und seine Frau Christin, Eltern von Hellas Freundin Paula, hatten die Idee, etwas zu organisieren, um das erkrankte Mädchen aus der Gruppe von Leiterein Ines Scheibe wieder zu integrieren. Der angedachte Besuch an Sven Buschendorfs Arbeitsplatz in der Bäckerei Wendl in Leipzig wäre zu anstrengend gewesen. Also brachte er die spendierten Zutaten inklusive süßer und bunter Dekoration zum Verzieren der Kekse nach Eula. Hella und Paula finden das einfach toll.

Lange Monate verbrachte Hella im Krankenhaus. „Wir wurden in der Kinder-Onkologie der Uni-Klinik Leipzig sehr gut betreut, vielen Dank an alle dort, an Ärzte, Therapeuten und das Team der psycho-sozialen Beratung“, erzählt Mutti Anke Timm. „Das Jahr über war sie kaum im Kindergarten. Bis zum September ging es ihr sehr schlecht. Einen Wandertag hat sie mitgemacht, den auch gut verkraftet.“

Jetzt geht es aufwärts. Die besten Freundinnen Paula, Melina und Lena waren schon bei Hella zu Hause zu Besuch. Nächste Woche werde sich entscheiden, ob sie wieder regelmäßig in den Kindergarten darf. „Obwohl der Winter wegen der Infektionsgefahr nicht die günstigste Jahreszeit ist“, weiß Anke Timm. „Für den heutigen Tag haben wir uns extra erkundigt, ob keines der Kinder erkältet ist.“

Hella weiß genau, dass sie inmitten der herumtollenden Meute ihren Mundschutz tragen muss. Der hindert sie nicht beim Ausstechen der Sterne, Weihnachtsbäume, Blumen oder Herzen. Die dann aufs Blech zu legen macht natürlich Spaß. Die fertigen Plätzchen zu probieren, ist noch viel besser. Mia (4) bevorzugt die Sternschnuppen. „Nicht alle auffuttern, sonst gibt es Bauchschmerzen“, diese Mahnung verhallt fast ungehört.

Zum Verzieren stehen Zucker- und Kakaoglasur bereit, Smarties, Schoko- und bunte Streusel schmecken auch ohne Kekse. Das haben nicht nur Hannes und Ron entdeckt, die beide Hände ins Zuckerzeug tauchen und schnell ablecken, bevor es einer sieht. Hella jedenfalls genoss die kurzweiligen Stunden. „Für sie ist es sehr schön und aufregend“, sagt Mutti Anke. „Wir hoffen, dass sie bald wieder öfters herkommen darf.“

Von Gislinde Redepenning

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